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Die deutschen Tour-Fahrer : Treue Helfer, Lehrlinge und ein Superstar

  • Aktualisiert am

Jens Voigt (CSC) Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Kaum ist die Luft raus beim Fußball, dreht sich das große Rad. Drei Tage nach dem Ende des Confed Cups beginnt die Tour de France. Bei der 92. Auflage fahren 16 deutsche Profis mit. FAZ.NET stellt sie in Kurzporträts vor.

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          Kaum ist die Luft raus beim Fußball, dreht sich das große Rad. Drei Tage nach dem Ende des Confed Cups beginnt die Tour de France. Bei der 92. Auflage fahren 16 deutsche Profis mit. FAZ.NET stellt sie in Kurzporträts vor.

          Jens Voigt (CSC/Dänemark)
          geboren: 17. September 1971 in Grevesmühlen Wohnort: Berlin
          Profi seit 1997
          Tour de France: 8. Teilnahme
          Nach dem Wechsel in das CSC-Team des früheren Tour-Siegers Bjarne Riis hatte der angriffslustige Voigt 2004 eine Art Renaissance erlebt. In diesem Frühjahr war er noch stärker und ist nach Siegen gerechnet der erfolgreichste deutsche Profi 2005. Der Tour- Etappensieger von 2001 (ein Tag im Gelben Trikot) hofft auf Chancen bei Ausreißversuchen und ein gutes Abschneiden im Mannschaftszeitfahren. Zudem wird er seinen Kapitän Ivan Basso unterstützen, wo er kann.


          Andreas Klöden (Team T-Mobile)
          geboren: 22. Juni 1975 in Mittweida
          Wohnort: Kreuzlingen/Schweiz
          Profi seit 1996
          Tour de France: 4. Teilnahme
          Platz zwei bei der Tour 2004 war eine große Hypothek für den Olympia- Dritten von Sydney, der im Vorjahr an seine Glanzleistungen von 2000 anknüpfen konnte. Das Höhentraining zum Saisonstart bekam ihm nicht und er mußte ab April im Training umsteuern. Mehr als ein „kleiner “ Etappensieg bei der Bayern-Rundfahrt sprang für Klöden 2005 noch nicht heraus. Wegen seiner unbefriedigenden Vorbereitung bleibt er ein Unsicherheitsfaktor.




          Daniel Becke (Illes Baleares/Spanien)
          geboren: 12. März 1976 in Erfurt
          Wohnort: Erfurt
          Profi seit 2001
          Tour de France: 3. Teilnahme
          Helfer im Team mit guten Zeitfahr-Qualitäten.




          Andreas Klöden (Team T-Mobile)
          Andreas Klöden (Team T-Mobile) : Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

          Jörg Jaksche (Liberty Seguros/Spanien)
          geboren: 23. Juli 1976 in Fürth
          Wohnort: Ansbach
          Profi seit 1997
          Tour de France: 6. Teilnahme
          Der Militärweltmeister im Zeitfahren von 1997 hat eine freiere Rolle als früher und wird nicht auf reine Helferdienste beschränkt sein. Sein spätes Profi-Erwachen erlebte er 2004 mit Erfolgen bei der Mittelmeer-Rundfahrt und Paris-Nizza, fiel danach für die Tour aber verletzt aus. Nach seinem Wechsel von CSC zu seinem alten Mentor Manolo Saiz hat Jaksche 2005 noch nicht viel von sich reden gemacht.




          Robert Förster (Gerolsteiner)
          geboren: 27. Januar 1978 in Markkleeberg Wohnort: Markkleeberg
          Profi seit 2001
          Tour de France: Debüt Gehörte beim Giro zum erweiterten Kreis der Topsprinter. Gewann 2003 und 2004 das Rennen Groningen-Münster.


          Jörg Ludewig (Domina Vacanze/Italien)
          geboren: 9. September 1975 in Halle/Westfalen Wohnort: Steinhagen
          Profi seit 1997
          Tour de France: 3. Teilnahme
          Hat in einem Team ohne herausragenden Kapitän mehr Freiheiten als sonst. Wartet immer noch auf seinen ersten größeren Profisieg.



          Bert Grabsch (Phonak/Schweiz)
          geboren: 19. Juni 1975 in Lutherstadt Wittenberg Wohnort: Bottighofen/Schweiz
          Profi seit 1998
          Tour de France: 2. Teilnahme
          Ein bärenstarker Tempomacher im Flachland. Wertvoller Helfer seiner Kapitäne Botero und Landis.



          Patrik Sinkewitz (Quickstep/Belgien)
          geboren: 20. Oktober 1980 in Fulda
          Wohnort: Künzell,
          Profi seit 2001
          Tour de France: Debüt
          Im Vorjahr wurde er trotz seines Erfolges bei der Deutschland-Tour nicht mit nach Frankreich genommen. Bei seinem Debüt spekuliert der starke Bergfahrer auf einen Etappensieg, ist aber in erster Linie als Helfer von Michael Rogers und Tom Boonen zuständig.




          Matthias Kessler (Team T-Mobile)
          geboren: 16. Mai 1979 in Nürnberg
          Wohnort: Kreuzlingen/Schweiz
          Profi seit 2000
          Tour de France: 3. Teilnahme
          Der starke Bergfahrer, der schon zwei Mal den Grand Prix Miguel Indurain gewann, macht sich Hoffnungen auf seinen ersten Etappensieg und fuhr sich dafür beim Giro ein.




          Michael Rich (Team Gerolsteiner)
          geboren: 23. September 1969 in Freiburg
          Wohnort: Emmendingen,
          Profi seit 1997
          Tour de France: 2. Teilnahme
          Der Routinier gilt als Spezialist für das Zeitfahren. Mit dem Olympiasieg 1992 im Mannschaftszeitfahren und zweiten Plätzen bei den Zeitfahr-Konkurrenzen der Weltmeisterschaften 2000 und 2002 verbuchte er im Kampf gegen die Uhr auch seine größten internationalen Erfolge.




          Sebastian Lang (Team Gerolsteiner)
          geboren: 16. September 1979 in Erfurt
          Wohnort: Erfurt
          Profi seit 2002
          Tour de France: 2. Teilnahme
          Der U23-Vizeweltmeister von 2002 spekuliert vor allem auf gute Ergebnisse in den Zeitfahren und auf Fluchtgruppen. Ist für seine Kapitäne Leipheimer und Totschnig vor allem auf den Flachetappen zuständig.




          Tobias Steinhauser (Team T-Mobile)
          geboren: 27. Januar 1972 in Lindenberg
          Wohnort: Scheidegg
          Profi seit 1996
          Tour de France: 3. Teilnahme Jan Ullrichs Trainingspartner und bester Freund im Team. Weist noch Trainingsrückstand auf und ist als Helfer eingeplant.



          Ronny Scholz (Team Gerolsteiner)
          geboren: 24. Juni 1978 in Cottbus
          Wohnort: Herrenberg
          Profi seit 2001
          Tour de France: 2. Teilnahme.



          Jan Ullrich (Team T-Mobile)
          geboren: 2. Dezember 1973 in Rostock
          Wohnort: Scherzingen/Schweiz
          Profi seit 1995
          Tour de France: 7. Teilnahme
          Nach den üblichen Anlaufschwierigkeiten in seiner Vorbereitung im Frühjahr scheint Ullrich in starker Verfassung, um seinen zweiten Tour-Sieg nach 1997 ernsthaft ins Visier zu nehmen. Der T-Mobile- Kapitän, der bei der Tour de Suisse das schwere Zeitfahren vor namhafter Konkurrenz gewann und im Gesamtklassement Dritter wurde, brennt darauf, Armstrong im fünften und letzten Aufeinandertreffen zum ersten Mal zu bezwingen.




          Stephan Schreck (Team T-Mobile)
          geboren: 15. Juli 1978 in Erfurt
          Wohnort: Erfurt, Profi seit 2000
          Tour de France: Debüt
          Der Tour-Lehrling ist Helfer ohne eigene Ambitionen.



          Fabian Wegmann (Team Gerolsteiner)
          geboren: 20. Juni 1980 in Münster
          Wohnort: Freiburg
          Profi seit 2002 Tour de France: 2. Teilnahme
          Der Überraschungs-Gewinner des Bergtrikots beim Giro d'Italia 2004 kam im Vorjahr als Tour-Lehrling und ging vorzeitig. In diesem Jahr spekuliert er auf einen Etappensieg und vielleicht einige Tage im Bergtrikot. Er muß Farbe bekennen - die Zeiten des „ewigen Talents“ sind vorbei. Mit seinem Sieg beim schweren Grand Prix Schwarzwald machte er sich auf den richtigen Weg.



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