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Diamond League : Sieben Bestleistungen in Monaco

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Der schnellste Mann im Fürstentum: Justin Gatlin gewinnt Bild: dpa

Beim ersten Treffen der Leichtathleten nach dem großen Doping-Skandal gibt es gleich sieben neue Bestleistungen. Das 100-Meter-Rennen der Männer gewinnt nach der Absage von Tyson Gay der ehemalige Doping-Sünder Justin Gatlin.

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          Eine Woche nach dem großen Dopingskandal um Tyson Gay und Asafa Powell haben sich die Stars der internationalen Leichtathletik völlig unbeeindruckt von den Enthüllungen gezeigt. Beim Diamond-League-Meeting in Monaco gab es am Freitagabend gleich sieben Weltjahresbestleistungen, allein zwei davon wurden von amerikanischen Sprintstaffeln aufgestellt.

          Das 100-Meter-Rennen der Männer gewann nach der Absage von Gay der ehemalige Dopingsünder Justin Gatlin aus den Vereinigten Staaten in 9,94 Sekunden vor Dentarius Locke (Vereinigte Staaten/9,96) und dem Franzosen Jimmy Vicaut (9,99). „Ich glaube nach wie vor an diesen Sport“, sagte Gatlin bereits am Vortag. „Das war nicht das erste Mal, dass es positive Tests gab. Das ist etwas, mit dem wir umgehen und das wir hinter uns lassen müssen.“

          Das amerikanische Frauen-Team mit Carmelita Jeter, Allyson Felix, English Gardner und Octavious Freeman lief in 41,75 Sekunden sogar die viertschnellste Zeit der Leichtathletik-Geschichte über 4 x 100 Meter und siegte vor einer weiteren amerikanischen Staffel (41,78) sowie Frankreich (43,36). Wenige Minuten später lief die Männer-Staffel der Vereinigten Staaten um Gatlin eine Zeit von 37,58 Sekunden.

          Für eine weitere Weltjahresbestleistung sorgte Stabhochspringer Renaud Lavillenie aus Frankreich, der mit 5,96 Metern unter anderem den deutschen Meister Björn Otto (5,70) auf Platz drei verwies. Speerwerfer Vitezslav Vesely setzte sich mit 87,68 Metern an die Spitze der Weltjahresbestenliste, das gelang auch Weltmeisterin Amantle Montsho aus Botswana über 400 Meter (49,33 Sekunden), Edwin Soi aus Kenia über 5000 Meter (12:51,34 Minuten) sowie dessen Landsmann Asbel Kiprop über 1500 Meter (3:27,72 Minuten).

          „Heute war’s leider nix!“

          Kiprop besiegte den Doppel-Olympiasieger Mo Farah aus Großbritannien, der selbst als Zweiter in diesem schnellen Rennen in 3:28,81 Minuten einen Europarekord lief. Farah gewann seine beiden Goldmedaillen in London allerdings über 5000 und 10.000 Meter. Aus deutscher Sicht war der Abend in Monaco kein großer Erfolg.

          Stabhochspringer Raphael Holzdeppe scheiterte sogar dreimal an seiner Anfangshöhe von 5,60 Metern. „Heute war’s leider nix! Böiger Wind machte das Springen schwierig“, verkündete er via Twitter. Diskuswerferin Nadine Müller wurde nur Sechste. Die deutsche Meisterin und WM-Zweite von Daegu kam bei ihrem besten Versuch auf 60,51 Meter und warf damit fast fünf Meter weniger als die siegreiche Sandra Perkovic aus Kroatien (65,30).

          Keine Doping-Fragen beantworten

          Eigentlich wollte auch der ehemalige 100-Meter-Weltmeister Gay in Monaco starten. Doch der 30-Jährige gab am vergangenen Sonntag bekannt, genau wie der frühere Weltrekordhalter Powell und die ehemalige Staffel-Olympiasiegerin Sherone Simpson (beide Jamaika) positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden zu sein. Jeter und auch Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) hatten am Donnerstag die offizielle Pressekonferenz zu dem Meeting verlassen, weil sie keine Fragen zum Thema Doping beantworten wollten.

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