https://www.faz.net/-gtl-9nror

Leichtathletik : Malaika Mihambo springt in „Sieben-Meter-Klub“

  • Aktualisiert am

Abgehoben: Malaika Mihambo auf dem Sprung an die Spitze der Jahresbestenliste Bild: dpa

Glänzender Auftritt von Deutschlands bester Weitspringerin: Beim Diamond-League-Meeting in Rom knackt Malaika Mihambo die Sieben-Meter-Marke. Zum deutschen Rekord fehlen aber noch einige Dezimeter.

          Europameisterin Malaika Mihambo hat einen glänzenden Start in ihre internationale Freiluft-Saison hingelegt und gehört nun als achte deutsche Weitspringerin zum „Sieben-Meter-Klub“. Die 25-Jährige aus Schwetzingen gewann am Donnerstagabend beim Diamond-League-Meeting in Rom mit der Jahresweltbestleistung von 7,07 Metern den Wettbewerb. In einem hochkarätigen Feld verwies Mihambo Dreisprung-Olympiasiegerin Caterine Ibarguen aus Kolumbien (6,87 Meter) schon deutlich auf Platz zwei. Dritte wurde die 32 Jahre alte Weitsprung-Olympiasiegerin Brittney Reese aus den Vereinigten Staaten (6,76).

          Termine, Sportarten, Medaillen: Olympia-Zeitplan 2020 in Tokio

          „Ich bin überglücklich“, sagte die 1,70 Meter große Mihambo nach ihrem Sieg. „Ich bin mit meinem Co-Trainer Sören Eisenhofer hier. Aber mein Coach Ralf Weber hat mir gesagt, es sei schon okay, wenn ich ohne ihn persönliche Bestleistung springe“, meinte die Studentin. Damit zählt sie auch bei der Wüsten-Weltmeisterschaft der Leichtathleten vom 27. September bis 6. Oktober in Doha zu den Medaillenkandidatinnen.

          Als achte deutsche Sieben-Meter-Springerin ordnet sich Mihambo in der ewigen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf Rang fünf ein. Den deutschen Rekord hält Heike Drechsler (Jena) seit 1988 mit 7,48 Metern. Von den noch aktiven Springerinnen gelang bislang nur Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid) mit 7,16 Metern, erzielt 2016 in Weinheim, ein weiterer Sprung als Mihambo.

          In den Sand gesetzt: Malaika Mihambo springt in Rom erstmals über sieben Meter weit.

          Für Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong reichte es zuvor beim zweiten Diamond-League-Meeting, bei dem ihre Disziplin auf dem Programm stand, nur zu Platz fünf. Die 25-Jährige aus Zweibrücken kam auf 63,02 Meter und erfüllte damit immerhin zum zweiten Mal die WM-Norm für Doha (61,50). Shanghai-Siegerin Lyu Huihui gewann auch bei der Golden Gala in Rom: Die Chinesin setzte sich mit 66,67 Metern klar vor der zweitplatzierten Türkin Eda Tugsuz (64,51) durch und verfehlte ihre eigene Jahresweltbestmarke nur um gut einen Meter.

          Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko (Leverkusen) verpasste einen Podestplatz deutlich. Er wurde mit übersprungenen 2,19 Metern nur Achter. Auch er hatte die WM-Norm von 2,30 Meter bereits erfüllt.

          Hochklassig waren die 19,70 Sekunden über 200 Meter von Michael Norman (USA), womit er einen Meetingrekord sowie eine Jahresweltbestleistung aufstellte.

          Weitere Themen

          Wo ein Ire mit 16 zur Legende wurde

          British Open im Golf : Wo ein Ire mit 16 zur Legende wurde

          Im Alter von 16 Jahren stellte er einen Platzrekord in Portrush auf. Am selben Ort spielt der Golfer Rory McIlroy nun 14 Jahre später bei den British Open um den Sieg. Er gilt als Top-Favorit – aus gutem Grund.

          Im Drama mit Leonie Beck

          Schwimm-WM in Südkorea : Im Drama mit Leonie Beck

          Die deutsche Erfolgsstory in Südkorea geht weiter: Leonie Beck gewinnt bei der WM Bronze über fünf Kilometer – nach knapp einer Stunde Freiwasserschwimmen entscheidet der Videobeweis.

          Topmeldungen

          AKK im Kabinett : Auf dem Marsch ins Kanzleramt

          Wer wie Annegret Kramp-Karrenbauer Regierungschefin werden will, darf sich vor dem Verteidigungsministerium nicht fürchten. Auch in der Politik gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

          Mexikanischer Drogenboss : „El Chapo“ muss lebenslang ins Gefängnis

          Der mexikanische Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán muss lebenslang ins Gefängnis. Das Strafmaß wurde am Mittwoch in New York verkündet. Zuvor hatte „El Chapo“ das Gericht mit einer Beschwerde überrascht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.