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Diamond League : Krause rennt Rekord – und wird doch nur Fünfte

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Erschöpft, glücklich und mit Rekord: Gesa Krause überzeugte bei der Diamond League (Archivbild). Bild: dpa

Kurz vor der Leichtathletik-WM in Doha überzeugt Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause mit einem deutschen Rekord. Die hoch gehandelten Speerwerfer bleiben in Zürich ohne Sieg und Jackpot. Der Norweger Karsten Warholm gewinnt mit Europarekord.

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          Während Gesa Felicitas Krause in Zürich zum Hindernis-Rekord gerannt ist, hat das hoch gehandelte deutsche Speerwurf-Quartett beim großen Zahltag in Zürich den Triumph und den 50.000-Dollar-Jackpot klar verpasst. Beim ersten Finale der Diamond League fehlten Vorjahres-Gewinner Andreas Hofmann am Donnerstagabend mehr als anderthalb Meter zur Siegweite des Esten Magnus Kirt. Der 29 Jahre alte EM-Dritte gewann die hochkarätige Konkurrenz mit 89,13 Metern aber nur knapp vor Asien-Meister Cheng Chao-Tsun aus Taiwan (89,05).

          Hofmann wurde als bester Deutscher mit 87,49 Metern diesmal Dritter. Der 27 Jahre alte Mannheimer hatte im Vorjahr den Jackpot noch geknackt. „Ich war eigentlich top drauf, habe mich super eingeworfen. Nun muss ich mit meinem Trainer analysieren, woran es lag“, sagte Hofmann. Weltmeister Johannes Vetter (Offenburg) wurde mit 84,46 Metern Fünfter, Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena landete mit 82,91 Metern auf dem siebten Platz.

          Krause verbesserte ihren zwei Jahre alten deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis um fast fünf Sekunden. Die zweimalige Europameisterin vom Verein Silvesterlauf Trier wurde in 9:07,51 Minuten starke Fünfte – und war überglücklich. „Ich wollte den Rekord schon die ganze Zeit brechen. Es gibt so Tage, da läuft man los, und es rollt. Und heute war so ein Tag“, sagte die 27-Jährige. Sieg und Jackpot sicherte sich die Kenianerin Beatrice Chepkoech in 9:01,71 Minuten.

          Zum dritten Mal innerhalb von zweieinhalb Monaten verbesserte der Norweger Karsten Warholm den Europarekord über 400 Meter Hürden. Der 23 Jahre alte Welt- und Europameister gewann in glänzenden 46,92 Sekunden – zwei Zehntelsekunden unter seiner bisherigen Top-Zeit.

          Lauftalent Konstanze Klosterhalfen verpasste in einem schnellen 1500-Meter-Rennen als starke Zweite in 3:59,02 Minuten ihre Bestzeit nur um eine Zehntelsekunden. Die 22-Jährige aus Leverkusen musste sich nur der Top-Favoritin Sifan Hassan aus den Niederlanden geschlagen geben, die in 3:57,08 Minuten gewann. „Das war ein Superrennen von mir. Ich denke, da ist noch mehr drin“, sagte Klosterhalfen, die beim zweiten Finale der Diamond League am 6. September in Brüssel noch über die 5000 Meter startet.

          Kugelstoßerin Christina Schwanitz (LG 90 Erzgebirge) landete mit der Saisonbestleistung von 19,37 Metern auf dem dritten Platz. Den Sieg und den Jackpot sicherte sich die Chinesin Gong Lijiao mit der Jahresweltbestleistung von 20,31 Metern.

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