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Diamond League in Oslo : Warholm läuft Hürden-Europarekord

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Karsten Warholm aus Norwegen freut sich über seinen Sieg. Bild: dpa

Der Norweger Karsten Warholm bricht beim Diamond-League-Meeting in seiner Heimat einen Uralt-Europarekord. Überzeugend beginnt Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter, den dann aber ein muskuläres Problem stoppt.

          Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter ist beim Diamond-League-Meeting in Oslo mit einem Sieg in die WM-Saison gestartet. Dem 26 Jahre alten Athleten aus Offenburg reichte am Donnerstagabend ein gültiger erster Versuch, um die Konkurrenz mit 85,27 Metern zu gewinnen. Zweiter wurde der Este Magnus Kirt mit 84,74 Metern. Den Erfolg konnte der zuvor lange verletzte Vetter aber nicht richtig genießen: Bereits bei seinem Siegwurf spürte er die Adduktoren, der zweite Versuch war ungültig, zum dritten trat er dann gar nicht mehr an. „Beim Einwerfen waren es sogar noch knapp 90 Meter“, teilte Vetter nach dem Wettkampf mit.

          Für den Höhepunkt in der norwegischen Hauptstadt sorgte ein Norweger: Karsten Warholm verbesserte den fast 24 Jahre alten Europarekord über 400 Meter Hürden. Der Welt- und Europameister gewann das Rennen in glänzenden 47,33 Sekunden. Damit blieb der 23 Jahre alte Läufer vier Hundertstelsekunden unter der alten Bestmarke des Franzosen Stéphane Diagana vom 5. Juli 1995.

          Olympiasieger Röhler auf dem sechsten Platz

          Der Mannheimer Andreas Hofmann, im vorigen Jahr Speerwurf- Gesamtsieger der Diamond League, wurde mit 82,92 Metern Vierter. Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena landete mit 82,63 Metern auf dem sechsten Platz. Cindy Roleder vom SV Halle, im Vorjahr EM-Dritte über 100 Meter Hürden, wurde Vierte.

          Kugelstoßerin Christina Schwanitz verpasste einen Podestplatz um 27 Zentimeter. Die 33-Jährige vom LV 90 Erzgebirge wurde mit 18,48 Metern Fünfte. Den Sieg im Bislett-Stadion sicherte sich die Chinesin Lijiao Gong, die Weltmeisterin und zweimalige Diamond-League- Gesamtgewinnerin, mit 19,32 Metern.

          Die EM-Zweite Schwanitz erfüllte die Norm für die Leichtathletik- Weltmeisterschaften in Doha (27. September bis 6. Oktober) - 18 Meter - in der norwegischen Hauptstadt bereits zum dritten Mal. In Halle/Saale stieß sie die Kugel vor zwei Wochen 19,13 Meter weit.

          Elf Tage nach ihrem deutschen Rekord (14,61 Meter) musste sich Dreispringerin Kristin Gierisch mit dem achten Platz begnügen. Die EM-Zweite aus Chemnitz kam auf 13,71 Meter. Catherine Ibargüen setzte ihre beeindruckende Siegesserie fort: Die Kolumbianerin gewann mit der Jahresweltbestleistung von 14,79 Metern.

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