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Straffung der Diamond League : Krause, Gierisch und Harting dürfen nicht mehr mitmachen

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Künftig nicht mehr im Programm der Diamond League: Hindernisläuferin Gesa Krause Bild: dpa

Hindernislauf, Diskuswurf und Dreisprung werden aus dem Programm der Diamond League genommen, weil sie als unbeliebt identifiziert wurden. Sportler reagieren empört. Carl Lewis ruft zur Revolution auf.

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          Mit Empörung haben betroffene Leichtathleten auf die Streichung ihrer Disziplinen aus dem Programm der Diamond League (DL) 2020 reagiert. „Das vernichtet die Karrieren der Sportler, die auf diese Wettbewerbe spezialisiert sind“, schimpfte Kenias Weltmeisterin Beatrice Chepkoech, die 2018 beim Meeting in Monaco den Weltrekord über 3000 Meter Hindernis auf 8:44,32 Minuten verbessert hatte.

          Gar zur Revolution rief der frühere amerikanische Sprint-Star Carl Lewis auf. „Ich habe schon 1997 gesagt, dass die Golden/Diamond League ein Desaster für den Sport ist. Die einzige Hoffnung für alle Athleten ist, das Verbandssystem zu verlassen und mit dem IOC zu verhandeln“, twitterte der vierfache Olympiasieger von Los Angeles 1984.

          Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) hatte die Kürzung des offiziellen Programms der Diamond League für die kommende Saison von bislang 32 auf 24 Wettbewerbe am Mittwoch bekannt gegeben. Betroffen sind von den Streichungen unter anderem die deutsche Hindernis-Europameisterin Gesa-Felicitas Krause, die EM-Zweite im Dreisprung, Kristin Gierisch sowie  Diskus-Olympiasieger Christoph Harting.

          Die IAAF begründete die Kürzung damit, dass Hindernisläufe, Diskuswerfen und der Dreisprung bei Nutzeranalysen als unbeliebteste Disziplinen ausgemacht wurden.

          Zudem gehören auch die 200 Meter nicht mehr zu den Disziplinen, in denen dDiamond-League-Gesamtsieger bei Männern und Frauen gekürt werden. Die 200 Meter werden aufgrund der hohen Belastung im Olympia-Jahr aus dem Programm genommen.

          Bei zehn der 15 Diamond-League-Meetings werden dennoch Rennen über 3000 Meter Hindernis oder 200 Meter stattfinden, je fünf bei den Männern und Frauen. Diese werden jedoch nicht in den jeweils geplanten 90-minütigen Fernsehübertragungen gezeigt. Dies gilt auch für das Diskuswerfen und den Dreisprung, wo es für beide Geschlechter jeweils nur noch eine Startgelegenheit gibt. Keine der vier Disziplinen wird Teil des Diamond-League-Finals in Zürich am 11. September.

          Die aussortierten Wettbewerbe werden nunmehr im Rahmen der Meetings der globalen Continental Tour ausgetragen. „Das soll den Athleten die Möglichkeit geben, sich intensiv zu messen und Preisgelder zu verdienen“, sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe. Die Gesamtsieger dieser acht Disziplinen werden wie auch die in der Diamond League eine Wildcard für die kommende WM 2021 in Eugene/Oregon erhalten.

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