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Leichtathletik : Gatlin geht im Regen unter

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Kein Sprinterwetter: Weltmeister Gatlin (rechts) läuft hinterher Bild: Reuters

Beim ersten größeren Hundertmeterlauf der Saison rennt der umstrittene Weltmeister deutlich hinterher. Auch die deutschen Leichtathleten kommen in der Diamond League nicht voran.

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          Sprint-Weltmeister Justin Gatlin hat beim Diamond- League-Meeting der Leichtathleten in Shanghai eine deftige Niederlage kassiert. Der 36 Jahre alte Amerikaner kam am Samstag bei strömendem Regen über 100 Meter in schwachen 10,20 Sekunden nicht über den siebten Platz hinaus. Der 14 Jahre jüngere Brite Reece Prescod stürmte in 10,04 Sekunden überraschend als Erster ins Ziel - eine Hundertstel-Sekunde vor dem Vorjahressieger Bingtian Su aus China.

          Es war das erste größere 100-Meter-Rennen im Jahr eins nach dem Rücktritt von Usain Bolt. Der Jamaikaner war nach der WM 2017 in London zurückgetreten, wo er noch einmal Bronze gewonnen hatte. Der umstrittene Gatlin, der in seiner Karriere schon zweimal des Dopings überführt worden war, hatte dort Bolts Siegesserie bei Weltmeisterschaften beendet und vor dessen Teamkollegen Christian Coleman den Titel gewonnen.

          Jungfleisch springt auf Podium

          In Shanghai sprang die fünfmalige deutsche Hochsprung-Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch mit 1,88 Metern auf Rang drei – er war noch die beste Platzierung für das Quartett des Deutschen Leichtathletik-Verbandes auf der zweiten Station der Diamond-League-Serie. Den Sieg sicherte sich mit der Jahresweltbestleistung von 1,97 Metern die Freiluft- und Hallenweltmeisterin Maria Lasitskene; die Russin startet für das Team Neutraler Athleten.

          Die ehemalige Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor aus Leverkusen landete in einer starken Konkurrenz mit mäßigen 59,38 Metern nur auf Platz sieben. Die Chinesin Huihui Lyu gewann mit dem Meeting-Rekord von 66,85.

          Auch 100-Meter-Hürden-Europameisterin Cindy Roleder aus Halle/Saale kam beim Sieg der Amerikanerin Brianna McNeal (12,50) in 12,81 Sekunden ebenfalls nicht über Rang sieben hinaus.

          Auch der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe wurde Siebter - 5,61 Meter reichten nicht zu mehr. Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich) gewann mit 5,81 Metern vor dem höhengleichen Polen Piotr Lisek. Weltmeister Sam Kendricks (USA) enttäuschte als Neunter mit 5,46 Metern.

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