https://www.faz.net/-gtl-84ews

Diamond League : Angriff der kleinen Geschwister abgewehrt

  • Aktualisiert am

Einsames Rennen zum Sieg über 5000 Meter: Genzebe Dibaba Bild: Reuters

Harting ist nicht gleich Harting und Dibaba bleibt auf Distanz zu Dibaba: Diskuswerfer Christoph Harting wird nur Vierter, Läuferin Genzebe Dibaba verfehlt den Weltrekord ihrer Schwester.

          Nur eine Handbreit fehlte dem „kleinen Harting“ zum Podestplatz: Diskuswerfer Christoph Harting verpasste bei seinem Debüt in der Diamond League der Leichtathleten einen Achtungserfolg um ganze 14 Zentimeter. Mit 62,19 Metern blieb der jüngere Bruder von Olympiasieger und Weltmeister Robert Harting allerdings um mehr als fünf Meter hinter seiner Bestleistung zurück. Den Sieg in Oslo sicherte sich der Pole Robert Urbanek mit 63,85 Metern. Zweiter wurde der Niederländer Erik Cadée vor Piotr Malachowski (Polen) - beide schafften 62,32 Meter.

          Christoph Harting hatte Mitte Mai in Halle mit 67,93 Metern eine Jahresweltbestleistung aufgestellt. Inzwischen wurde er vom Jamaikaner Jason Morgan (68,19) übertroffen. Sein berühmter Bruder Robert laboriert weiterhin an einem Kreuzbandriss, den er sich im September 2014 beim Joggen zugezogen hatte.

          Schwanitz nicht zu schlagen

          Kugelstoßerin Christina Schwanitz bleibt unterdessen eine Klasse für sich. Vier Tage nach ihrem Sieg in Birmingham gewann die 29-Jährige aus dem Erzgebirge auch in Oslo. Gleich im ersten Durchgang machte sie alles klar: 20,14 Metern reichten zum Sieg. Ganz zufrieden war sie dennoch nicht: „Nur zwölf Zentimeter haben zum Meeting-Rekord gefehlt - und den wollte ich heute“, sagte Schwanitz. Hinter der Europameisterin übertraf nur die Amerikanerin Michelle Carter (19,20) wenigstens die 19-Meter-Marke. Schwanitz kassierte wie alle Disziplinsieger 10.000 Dollar Prämie und baute ihre Führung im Diamond Race der Kugelstoßerinnen auf zehn Punkte aus.

          Erster Auftritt in der Diamond League: Christoph Harting

          Im Speerwerfen blieb Weltmeisterin Christina Obergföll mit 60,88 Metern deutlich hinter den Erwartungen und erreichte nur Platz sieben. Ein Überraschungssieg gelang Marharyta Dorozhon aus Israel, die den 600-Gramm-Speer 64,56 Meter weit warf und damit einen Landesrekord markierte.

          Ibarguen dominiert die Diamond League

          Eine Weltklasse-Zeit lief die Äthiopierin Genzebe Dibaba über 5.000 Meter. Zum angepeilten Weltrekord ihrer älteren Schwester Tirunesh Dibaba (14:11,15 min) fehlte ihr in 14:21,29 Minuten aber doch rund zehn Sekunden. „Ich habe alles versucht. Sicherlich haben auch Wind und Kälte eine Rolle gespielt. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Ergebnis", erklärte die Siegerin.

          Die Nummer eins im Dreisprung: Caterine Ibarguen aus Kolumbien

          Schon ihren dritten Sieg beim dritten Diamond League-Auftritt der Saison landete Dreispringerin Caterine Ibarguen. Die Kolumbianerin erreichte eine Weite von 14,68 Meter.

          Im Hochsprung stahl der Chinese Guowei Zhang mit 2,36 Metern den Favoriten die Show: Mutaz Barshim aus Qatar und Bohdan Bondarenko aus der Ukraine meisterten jeweils 2,33 Meter. Die gleiche Höhe schaffte Marco Fassinotti, der damit den italienischen Landesrekord einstellte.

          Kaliese Spencer aus Jamaika sorgte in 54,15 Sekunden über 400 Meter Hürden für die einzige Saisonbestzeit bei der Leichtathletik-Gala im Bislett Stadion.

          Weitere Themen

          Zverev als Matchwinner für Europa

          Laver-Cup : Zverev als Matchwinner für Europa

          Zverev bedankt sich bei Nadal und Federer für das Vertrauen, ihn als letzten Einzelspieler beim Laver-Cup für Europa gegen den Rest der Welt aufzustellen. „Das war ein unglaubliches Wochenende.“

          Topmeldungen

          Länger leben : Kerle, macht’s wie die Frauen

          Von der Gleichstellung der Geschlechter profitieren auch Männer – sie sind gesünder und leben länger. Die regionalen Unterschiede, die in einer Studie sichtbar werden, überraschen.
          Viele Fragen an den Präsidenten in der Whistleblower-Affäre: Donald Trump beantwortet Reporterfragen vor dem Weißen Haus.

          Telefonat mit Selenskyj : Trumps Erpressung

          Für Donald Trump ist das Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten nicht verwerflich. Er sieht nichts Schlimmes darin, seine Macht zu nutzen, um politischen Konkurrenten wie Joe Biden zu schaden. Dabei beginnt der Skandal schon an anderer Stelle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.