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Radsport : „Es war einfach zu schwer“

  • Aktualisiert am

Trikotwechsel nach der Etappe: Pascal Ackermann (l.) gibt das Rote Trikot an den Norweger Alexander Kristoff weiter. Bild: dpa

Der deutsche Radprofi Ackermann nimmt den Verlust seiner Gesamtführung bei der Deutschland-Tour gelassen. Auch bei der Vuelta wechselt das Trikot des Führenden.

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          Die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens war Pascal Ackermann die ganze Zeit bewusst. „Die Etappe war einfach zu schwer, es hat einfach nicht gereicht. Es war vorher klar, dass wir das Rote Trikot nicht halten können“, sagte der Auftaktsieger, nachdem er die abwechslungsreiche zweite Etappe der Deutschland-Tour in Göttingen mit großem Rückstand auf den norwegischen Gewinner Alexander Kristoff beendet hatte.

          Niedergeschlagen war der Pfälzer daher keineswegs, und sein Ziel hatte er mit dem Erfolg am Donnerstag in Halberstadt ohnehin schon erreicht. Deshalb richtete Ackermann (Bora-hansgrohe) nach dem mit 202 Kilometer  längsten Teilstück den Blick auch umgehend nach vorn auf beiden verbleibenden Abschnitte. „Ich denke, wir werden uns noch eine Etappe raussuchen und versuchen zu gewinnen“, sagte der 25-Jährige.

          Während Ackermann schon vor der Endphase abgehängt wurde, gehörte Teamkollege und Tour-de-France-Entdeckung Emanuel Buchmann (Ravensburg) zu einem deutschen Trio mit dem Kölner Nils Politt (Katusha-Alpecin) und dem Berliner Simon Geschke (CCC Team), das sich in der knapp 30-köpfigen Spitzengruppe behauptete, aus der Kristoff seinen Sprintsieg vor dem Italiener Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) und dem Belgier Yves Lampaert (Deceuninck-Quick Step) herausfuhr.

          Der Roubaix-Zweite Politt, der Tour-Vierte Buchmann und der frühere Tour-Etappensieger Geschke tragen nun die deutschen Hoffnungen auf ein Top-Resultat in der Gesamtwertung. Politt wurde als Tageselfter bester Deutscher, Buchmann landete auf Rang 13 zwei Plätze vor Geschke. „Es war ein extrem harter Tag. Am Ende hat mir im Sprint das eine oder andere Korn gefehlt“, sagte Politt.

          Eindrucksvolle Solofahrt von Evenepoel

          Das belgische Wunderkind Remco Evenepoel hatte die Etappe mit einer eindrucksvollen Solofahrt lange geprägt, der erst 19-Jährige wurde aber im Finale noch gestellt. Evenepoel, der in Belgien bereits als neuer Eddy Merckx betitelt wird, lag etwa 100 Kilometer allein an der Spitze, bevor seine Kräfte erlahmten. Selbst der frühere Tour-Gesamtsieger Geraint Thomas (Ineos) musste sich in der Endphase energisch vor das Feld spannen, um den Rückstand auf Evenepoel zu reduzieren.

          Aufgrund seines Sägeblattprofils häufte die Etappe eine erhebliche Summe an Höhenmetern an. Für einige sehr namhafte Profis erwies sich der gnadenlose Rennverlauf als zu hart. So musste der Australier Caleb Ewan, immerhin dreimaliger Tour-Etappensieger, ebenso aussteigen wie der Brite Luke Rowe.

          Zielsprint: der Mann in Grün macht seinem Ruf alle Ehre und gewinnt die Etappe
          Zielsprint: der Mann in Grün macht seinem Ruf alle Ehre und gewinnt die Etappe : Bild: dpa

          Nach ihrer Wiedereinführung im Vorjahr wird die Deutschland-Tour 2019 erneut über vier Tage ausgetragen. Am Samstag führt das dritte Teilstück über 189 km von Göttingen nach Eisenach. Der Gesamtsieger und Nachfolger des Slowenen Matej Mohoric steht am Sonntag nach der Schlussetappe durch den Thüringer Wald von Eisenach nach Erfurt fest.

          Valverde gewinnt Vuelta-Etappe

          Unterdessen hat Straßenrad-Weltmeister Alejandro Valverde (Movistar) die siebte Etappe der Spanien-Rundfahrt gewonnen. Der Spanier setzte sich nach hügeligen 183,2 Kilometer von Onda nach Mas de la Costa im Finale gegen den Slowenen Primoz Roglic (Jumbo-Visma) durch. Für Valverde, der die Rundfahrt 2009 gewonnen hatte, war es der insgesamt zwölfte Etappensieg bei der Vuelta.

          Das Rote Trikot des Gesamtführenden übernahm durch Platz drei in der Tageswertung wieder der Kolumbianer Miguel Angel Lopez (Astana). Lopez hatte das Trikot nach der sechsten Etappe am Donnerstag an den Belgier Dylan Teuns abgeben müssen, der nun aber das Tempo am Freitag nicht mitgehen konnte. Lopez führt im Klassement mit sechs Sekunden vor Roglic, Valverde liegt mit 16 Sekunden Rückstand auf Lopez auf dem dritten Platz.

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