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Deutsches Fed-Cup-Team : „Dann kommt so ein Schlag ins Gesicht“

  • Aktualisiert am

Andrea Petkovic verliert ihr Spiel im Fed Cup am Samstag deutlich. Bild: dpa

Deutschland muss im Duell des Fed Cups mit Weißrussland alle restlichen Spiele für den Halbfinal-Einzug gewinnen. Für Andrea Petkovic ist eine Top-Ten-Spielerin des Gegners eine Nummer zu groß.

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          Frustriert verließ Andrea Petkovic den Tennis-Court in Braunschweig. Die Darmstädterin hatte nicht nur ihr Match gegen Aryna Sabalenka deutlich mit 2:6, 1:6 verloren, sondern liegt mit dem deutschen Fed-Cup-Team gegen Weißrussland fast aussichtslos mit 0:2 zurück. „Das schmerzt“, sagte die 31-Jährige am Samstag. „Ich habe mich so auf das Spiel gefreut, und dann kommt so ein Schlag ins Gesicht. Sie hat mich richtig überrollt.“ Am Sonntag (11.00 Uhr bei DAZN) muss die Mannschaft von Teamchef Jens Gerlach alle drei Spiele gewinnen, sonst ist der Halbfinal-Traum geplatzt.

          Doch ohne die deutschen Top-Spielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges hat auch Trainer Gerlach am Samstag gemerkt: Gegen diese Weißrussinnen in Bestbesetzung ist die Chance auf ein Weiterkommen minimal. Maria verlor das Auftaktspiel trotz guter Leistung gegen Alexandra Sasnowitsch mit 6:7 (3:7), 3:6. Danach bekam Petkovic vor 4400 Zuschauern von der Weltranglisten-Neunte Sabalenka in 68 Minuten eine Lehrstunde erteilt. „Ich bin immer noch sprachlos über Sabalenka. Das war eine Weltklasse-Leistung“, staunte selbst Gerlach. „Ich war nicht mal schlecht. Sie war einfach viel, viel besser“, ergänzte Petkovic.

          Vorwerfen konnte der Chefcoach der Weltranglisten-68. bei ihrem ersten Fed-Cup-Einsatz nach zweijähriger Pause nicht viel. „Wir haben auf der Bank immer wieder ein paar Sachen überlegt, aber es hat nichts gebracht“, sagte Gerlach. „Andi hat voll dagegengehalten.“ Doch der Qualitätsunterschied war enorm. Mit ihren wuchtigen Schlägen sorgte die 20-Jährige aus Minsk schnell für klare Verhältnisse. „Wir haben alles versucht, aber sie hatte immer ein passende Antwort parat“, sagte Petkovic. „Sabalenka ist die Zukunft des Tennis.“

          Deutlich umkämpfter ging es in der ersten Partie des Tages zwischen Maria und Sasnowtisch zu. „Schade. Es war ein enges Match“, sagte Maria und meinte damit vor allem den über 63 Minuten andauernden ersten Satz. Maria hielt bestens mit, auch ein schreiendes Baby im Publikum bei eigenem Aufschlagspiel brachte die Mutter einer Tochter (Charlotte) nicht aus dem Tritt. „Ich bin das gewohnt“, schmunzelte Maria. „Ich musste aber dabei an Charlotte denken.“ Im Tiebreak hatte die Weltranglisten-33. aus Minsk dann aber die besseren Nerven. „Hätte ich den Tiebreak gewonnen, wäre das Spiel vielleicht in meine Richtung gekippt“, sagte Maria, die im zweiten Satz nach einem frühen Break nichts mehr entgegenwirken konnte.

          Die deutsche Nummer eins tritt am Sonntag gegen die überragende Sabalenka an. Bei einer Niederlage wäre das Erstrunden-Duell früh entschieden. „Wir werden uns zusammenhocken und es noch einmal versuchen“, sagte Gerlach, der nicht enttäuscht wirkte. „Die Zuschauer, die Bank, die Spielerinnen: Alle haben alles gegeben.“ Auch Petkovic will noch nicht aufgeben und sagte: „Es ist bei einem 0:2-Rückstand natürlich nicht einfach, aber es bringt nichts. Wir müssen den Kopf oben behalten.“

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