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Deutschland-Achter : Rudern bis der Arzt kommt

  • Aktualisiert am

Auf Kurs: Der Deutschland-Achter Bild: dpa

Unter dramatischen Umständen gewinnt der Deutschland-Achter das Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal trotz eines Schwächeanfalls vor den Niederlanden. Beide Boote gehen über das Limit hinaus.

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          Der Deutschland-Achter hat unter dramatischen Umständen das internationale Achter-Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal gewonnen. Begleitet vom Schwächeanfall eines Crewmitgliedes verwies das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am Sonntag die Konkurrenten aus den Niederlanden und aus Großbritannien auf die Plätze zwei und drei.

          Nach dem Rennen mussten Christopher Reinhardt (Dorsten) und der niederländische Ruderer Jacob van de Kerkhof medizinisch versorgt werden. Kaum an Land, ging es für die dem Kollaps nahen Sportler auf direktem Weg in ein Krankenhaus. „Das war das größte Drama, das wir bei diesem Rennen jemals erlebt haben“, sagte Achter-Coach Uwe Bender.

          Schon weit vor dem Ziel kämpfte Reinhardt mit Kreislaufproblemen, setzte zwischenzeitlich mit dem Rudern aus und lag phasenweise auf seinem Rollsitz. Das nutzten die Niederländer zu einem Führungswechsel, mussten aber wenig später ebenfalls dem hohen Tempo Tribut zollen. Trotz der dramatischen Vorfälle setzten beide Teams das Rennen fort. Dass seine Crew im Ziel zwei Bootslängen vorn lag, konnte Bender nicht wirklich erfreuen. „Das Ergebnis war für mich völlig nebensächlich. Beide Boote sind weit über das Limit hinausgegangen. Es war schlimm, so hilflos im Ziel zu stehen und das mitansehen zu müssen“, sagte der Coach.  

          „Beide sind stabil“

          Erst Minuten später gab es Entwarnung. „Es besteht keine Gefahr. Beide sind stabil“, hieß es in einer Erklärung des Veranstalters, der seit Jahren mit dem Slogan „das härteste Ruderrennen der Welt“ für den Wettstreit der Achter am Ende der Ruder-Saison wirbt. Schon kurz nach der Siegerehrung telefonierte Reinhardt aus dem Krankenhaus mit Bender und stellte seine Rückkehr zur Mannschaft noch am Abend in Aussicht.

          Anders als seine Mitstreiter aus dem deutschen Boot, das noch vor einer Woche die WM ebenfalls vor den Niederländern gewonnen hatte, war Reinhardt bei der 19. Auflage zum ersten Mal auf der 12,7 Kilometer langen Strecke zwischen Breiholz und Rendsburg dabei. Die beiden anderen Konkurrenten aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten belegten weit abgeschlagen die Ränge drei und vier.

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