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Deutscher Schwimm-Verband : Bundestrainer L. tritt zurück

Stefan L. Bild: dpa

Mehrere Schwimmerinnen erheben im „Spiegel“ Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen Stefan L. Zunächst wird der Bundestrainer vom deutschen Verband beurlaubt. Nun tritt er zurück.

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          Stefan L. ist als Bundestrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) zurückgetreten. Das teilte der DSV am Freitagmittag mit. Zuvor hatte der Verband verbreitet, L. sei angesichts der Vorwürfe sexualisierter Gewalt, die mehrere Schwimmerinnen im „Spiegel“ gegen den Trainer erheben, beurlaubt, ohne dass dies eine Vorverurteilung bedeute. Die „für den amtierenden Vorstand neuen Informationen“ seien an die Staatsanwaltschaft weitergegeben worden.

          L., als Trainer am Bundesstützpunkt Würzburg viermal „Schwimmtrainer des Jahres“, wird vom „Spiegel“ zu den umfangreichen Vorwürfen so zitiert: „Seit – gefühlt – über zehn Jahren sehe ich mich immer wieder denselben Vorwürfen ausgesetzt. Ich bestreite die Vorwürfe weiterhin.“ Eine Bitte um Stellungnahme hat L. der F.A.Z. zunächst nicht beantwortet.

          Ein von der Mutter einer Schwimmerin ausgehendes Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung war 2011 eingestellt worden. Das Verfahren wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen war nach Zahlung einer Geldbuße an eine gemeinnützige Einrichtung eingestellt worden. L. hatte die Vorwürfe stets bestritten.

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