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Hockey-Bundestrainer : Stefan Kermas tritt zurück

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Deutschlands ehemaliger Hockeynationaltrainer Stefan Kermas zog Konsequenzen aus den negativen Ergebnissen. Bild: dpa

Stefan Kermas und der deutsche Hockey-Bund haben sich auf das Ende der Zusammenarbeit geeinigt. Der ehemalige deutsche Nationaltrainer hatte mit dem Team den WM- und EM-Titel verpasst.

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          Bundestrainer Stefan Kermas hat zwei Wochen nach dem verpassten EM-Titel der deutschen Hockey-Herren und der damit verpassten direkten Olympia-Qualifikation sein Amt als Chefcoach niedergelegt. Dies gab der Deutsche Hockey-Bund (DHB) am Freitagmittag bekannt. „Da es bisher nicht gelungen ist, die von uns gesetzten Ziele umzusetzen, habe ich daraus meine Konsequenzen gezogen“, erläuterte der 40 Jahre alte Hockeylehrer. In seiner knapp dreijährigen Amtszeit hat Kermas keine Top-Drei-Platzierung bei internationalen Meisterschaften erreicht.

          DHB-Leistungssportdirektor Heino Knuf sagte: „Eine solche Veränderung auf der Bundestrainerposition ist in unserem Sport sehr selten, schafft aber vielleicht den nötigen Impuls, der elf Monate vor Olympia wichtig für die Mannschaft ist.“ Laut ihm habe Kermas dem DHB „seinen Rücktritt angeboten“. Gleichwohl hatte Knuf gegenüber dem sid vor zwei Wochen angekündigt, bei der Aufarbeitung des enttäuschenden EM-Turniers auch die „Trainerfrage“ stellen zu wollen.

          Wer das Team bei der Qualifikation Anfang November in Mönchengladbach und danach als Bundestrainer betreuen soll, ist aktuell offen. Mögliche Kandidaten könnten unter anderem Kermas unmittelbare Vorgänger Valentin Altenburg und Markus Weise sowie der ehemalige Frauen-Bundestrainer Jamilon Mülders sein. Dazu heißt es in der DHB-Mitteilung: „Der Verband wird sich jetzt sofort auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten machen.“

          Kermas hatte das Amt bei den Männern nach Bronze in Rio 2016 von Altenburg übernommen. Seitdem hat das DHB-Team kein K.o.-Spiel mehr gewonnen. Platz vier bei seinem Premierenturnier, der EM 2017, folgte das Viertelfinal-Aus bei der WM, das verpasste Grand Final in der neuen FIH Pro League (mit einer historischen 0:8-Niederlage in der Vorrunde gegen Belgien) und nun Platz vier bei der Europameisterschaft in Belgien. Das Halbfinale hatte Kermas' Team nach einer 2:0-Führung noch 2:4 gegen die Gastgeber verloren.

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