https://www.faz.net/-gtl-9rhwf

Deutscher Basketball : Ein Hauch von NBA

  • -Aktualisiert am

Der Maßstab unter dem Korb: Greg Monroe soll das Spiel der Bayern in neue Höhen befördern. Bild: Imago

Zum Start der Basketball-Bundesliga klafft die Schere zwischen den Vereinen weiter auseinander. Profis aus Amerika prägen ein Level, auf dem sich nur zwei Teams bewegen: der FC Bayern und Alba Berlin.

          3 Min.

          Der Saisonstart an einem Dienstag, eine Liga mit 17 Mannschaften: Das aufgrund der vielen internationalen Wettbewerbe ohnehin schon zerstückelte Programm der Basketball-Bundesliga wird durch die ungerade Teilnehmerzahl (Aufsteiger Nürnberg wurde die Lizenz verweigert) noch unübersichtlicher. Aber bezüglich der Favoritenrolle darf man von klaren Verhältnissen sprechen. 15 Trainer sehen laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur den Titelverteidiger Bayern München am Ende der Spielzeit abermals auf dem Meisterthron. Nur Thomas Päch (Bonn) und Denis Wucherer (Würzburg) setzen auf Alba Berlin.

          Dass lediglich die beiden Euroleague-Teilnehmer genannt wurden, verdeutlicht eine Entwicklung im deutschen Basketball, die viele kleinere Bundesligavereine argwöhnisch beäugen. Die Schere klafft immer weiter auseinander, und es gibt Befürchtungen, dass die Euroleague so stark werden könnte, dass ihre Teilnehmer in absehbarer Zeit gar nicht mehr in den nationalen Ligen antreten werden. Während die Bayern zum Angriff auf die europäische Spitze blasen, müssen die finanzschwächeren Vereine beim spielenden Personal mit Budgets agieren, die nicht einmal ausreichen würden, einen Topstar der Münchner zu bezahlen. Lediglich die Berliner sind – wenn auch mit gehörigem Abstand – in der Lage, auf ähnlichem Niveau zu verpflichten wie der große Favorit.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Umrüsten: Auch Berlin-Schöneberg braucht bald mehr Wärmepumpen.

          Quasi-Pflicht : Der teure Wärmepumpen-Hype

          Mit den neuen Heizungen soll alles besser werden – effizienter und grüner in jedem Fall. Doch viele Gebäude sind dafür überhaupt nicht geeignet. Was die Kosten des Heizens betrifft, warnen Fachleute vor einer bösen Überraschung.
          Viele Menschen fühlen sich isoliert und einsam. Die Pandemie schränkt das Leben zu stark ein.

          Allensbach-Umfrage zu Corona : Das Gefühl, in einer Endlosschleife festzuhängen

          Eine Mehrheit in Deutschland meint, Corona habe die Gesellschaft zum Schlechteren verändert. Lediglich jeder Vierte geht davon aus, dass sich 2022 das Leben wieder normalisiert. Der Anteil derjenigen, die bereit wären, gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, wächst.