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Deutscher Basketball : Ein Hauch von NBA

  • -Aktualisiert am

Der Maßstab unter dem Korb: Greg Monroe soll das Spiel der Bayern in neue Höhen befördern. Bild: Imago

Zum Start der Basketball-Bundesliga klafft die Schere zwischen den Vereinen weiter auseinander. Profis aus Amerika prägen ein Level, auf dem sich nur zwei Teams bewegen: der FC Bayern und Alba Berlin.

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          Der Saisonstart an einem Dienstag, eine Liga mit 17 Mannschaften: Das aufgrund der vielen internationalen Wettbewerbe ohnehin schon zerstückelte Programm der Basketball-Bundesliga wird durch die ungerade Teilnehmerzahl (Aufsteiger Nürnberg wurde die Lizenz verweigert) noch unübersichtlicher. Aber bezüglich der Favoritenrolle darf man von klaren Verhältnissen sprechen. 15 Trainer sehen laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur den Titelverteidiger Bayern München am Ende der Spielzeit abermals auf dem Meisterthron. Nur Thomas Päch (Bonn) und Denis Wucherer (Würzburg) setzen auf Alba Berlin.

          Dass lediglich die beiden Euroleague-Teilnehmer genannt wurden, verdeutlicht eine Entwicklung im deutschen Basketball, die viele kleinere Bundesligavereine argwöhnisch beäugen. Die Schere klafft immer weiter auseinander, und es gibt Befürchtungen, dass die Euroleague so stark werden könnte, dass ihre Teilnehmer in absehbarer Zeit gar nicht mehr in den nationalen Ligen antreten werden. Während die Bayern zum Angriff auf die europäische Spitze blasen, müssen die finanzschwächeren Vereine beim spielenden Personal mit Budgets agieren, die nicht einmal ausreichen würden, einen Topstar der Münchner zu bezahlen. Lediglich die Berliner sind – wenn auch mit gehörigem Abstand – in der Lage, auf ähnlichem Niveau zu verpflichten wie der große Favorit.

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