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Weltmeisterschaft in Stuttgart : Deutsche Turner auf Kurs

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Die Faust geballt: Lukas Dauser in Stuttgart Bild: dpa

Nach dem ersten Wettkampftag belegt die deutsche Mannschaft den fünften Platz bei der Turn-WM. Damit rückt die Olympia-Qualifikation in greifbare Nähe.

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          Die deutschen Turner liegen bei der Heim-WM nach dem ersten Tag der Team-Qualifikation auf Rang fünf. Die Mannschaft mit Andreas Toba, Lukas Dauser, Karim Rida, Nick Klessing und Philipp Herder kam am Sonntagabend in der Hanns-Martin Schleyer-Halle auf insgesamt 246,508 Punkte und kann weiter auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hoffen. Dafür müsste das Quintett am Ende beider Qualifikations-Tage zu den besten zwölf von insgesamt 24 Teams gehören.

          Unangefochten in Führung liegt derzeit Russland. Die Mannschaft um Mehrkampf-Europameister Nikita Nagorni und den Einzel-Weltmeister von 2018, Artur Dalalojan, erturnte 259,928 Punkte und lag damit klar vor Taiwan (250,093), Brasilien (247,236) und Spanien (246,727). Die weiteren Favoritenriegen aus China, Japan und den Vereinigten Staaten gehen am Montag an die Geräte.

          Die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Hirsch leistete sich am Barren einen Fehlstart. Erst rutschte der 19-jährige Rida vom Holm ab, dann landete sein Berliner Kollege Herder beim Doppelsalto-Abgang auf dem Hosenboden. Mit einer fast perfekten Übung und dem bisherigen Höchstwert an diesem Gerät von 15,033 Punkten hielt Barren-Spezialist Dauser den Schaden in Grenzen und hat gute Chancen auf den Einzug in das Gerätefinale.

          Kopfüber: Andreas Toba bei der WM in Stuttgart

          Danach fing sich das Team und zeigte frenetisch angefeuert von den 7500 Fans an Reck und Boden eine glänzende Teamleistung, ehe ausgerechnet der beste Pauschenpferd-Turner Herder vom Gerät abstieg und die Streichwertung lieferte. Als besonders zuverlässig erwies sich der deutsche Meister Andreas Toba, der mit 82,781 Zählern als Fünfter in der Einzelwertung fast sicher im Mehrkampf-Finale steht.

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