https://www.faz.net/-gtl-a9777

Deutsche Tennis-Stars : Schwarzer Tag für Zverev und Kerber

  • Aktualisiert am

Schwacher Auftritt in Rotterdam: Alexander Zverev muss eine enttäuschende Erstrunden-Niederlage hinnehmen. Bild: AP

Nach der Viertelfinal-Pleite bei den Australian Open erlebt Alexander Zverev in Rotterdam die nächste Enttäuschung. Auch Angelique Kerber verliert ihr Duell beim Turnier in Qatar.

          2 Min.

          Gut zwei Wochen nach seinem Viertelfinal-Aus bei den Australian Open ist der deutsche Tennis-Star Alexander Zverev beim ATP-Turnier in Rotterdam gleich zum Auftakt gescheitert. Der Siebte der Weltrangliste verlor an diesem Mittwoch nach schwachem Auftritt mit 5:7, 3:6 gegen den Kasachen Alexander Bublik. Zverev lag in beiden Sätzen jeweils früh mit einem Break vorne, musste sich am Ende jedoch bereits nach 77 Minuten geschlagen geben. Der 23-Jährige war bei der mit rund 980.000 Euro dotierten Hallenveranstaltung an Nummer drei gesetzt gewesen.

          Auch für Jan-Lennard Struff – hinter Zverev die deutsche Nummer zwei – war mit dem 4:6, 0:6 gegen den Weltranglisten-14. David Goffin aus Belgien wenig später sofort Schluss.

          Wissen war nie wertvoller

          Sichern Sie sich mit F+ 30 Tage lang kostenfreien Zugriff zu allen Artikeln auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          Mitte Februar war Zverev beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne am späteren Sieger Novak Djokovic in vier Sätzen gescheitert und absolvierte nun wieder sein erstes Match. Bublik hatte am vergangenen Sonntag noch das Finale des Turniers in Singapur verloren. Diese Anstrengung war der Nummer 43 der Welt zunächst anzumerken, so dass Zverev ihm direkt sein erstes Aufschlagspiel abnahm, diesen Vorteil jedoch ungenutzt ließ.

          Im zweiten Durchgang wehrte sich Zverev gegen den keinesfalls überragend auftretenden Bublik, kassierte aber den entscheidenden Aufschlagverlust zum 3:5. Anschließend konnte Zverev Chancen zum Re-Break nicht nutzen – so stand am Ende die enttäuschende Erstrunden-Niederlage.

          Aus für Kerber in Doha

          Nach glatten Niederlagen sind Angelique Kerber und Laura Siegemund beim WTA-Turnier in Doha im Achtelfinale ebenfalls ausgeschieden. Die ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste Kerber unterlag der Estin Anett Kontaveit an diesem Mittwoch 1:6, 4:6. Siegemund verlor 4:6, 2:6 gegen die frühere Nummer eins Victoria Asarenka aus Belarus.

          Die 33 Jahre alte Kerber muss weiter auf einen nennenswerten sportlichen Erfolg in diesem Jahr warten. Die Reise zu den Australian Open zog eine zweiwöchigen Isolation im Hotel wegen eines Corona-Falls im Flugzeug nach sich, beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison war nach der ersten Runde Schluss.

          Muss sich verabschieden wie schon hier bei den Australian Open: Angelique Kerber ist in Qatar ausgeschieden.
          Muss sich verabschieden wie schon hier bei den Australian Open: Angelique Kerber ist in Qatar ausgeschieden. : Bild: dpa

          Gegen Kontaveit lag die Kielerin im ersten Satz schon 0:5 zurück, bevor der Linkshänderin der erste Spielgewinn im Match gelang. Eine kurze Aufholjagd nach dem 1:4-Rückstand im zweiten Satz brachte nichts mehr ein. Nach nur 58 Minuten Spielzeit war das Aus gegen die Nummer 24 der Weltrangliste, die zwei Ränge vor Kerber steht, besiegelt.

          Siegemund wehrte sich knapp zwei Stunden lang gegen Asarenka und kämpfte auch noch nach einem 0:5-Rückstand im zweiten Satz. Die 32 Jahre alte Schwäbin, die über die Qualifikation den Einzug in das Hauptfeld geschafft hatte, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Das Turnier in Qatars Hauptstadt ist mit 565.530 Dollar dotiert.

          Änderungen bei Weltrangliste

          Die Spielervereinigung ATP hat derweil wegen der Corona-Pandemie weitere Anpassungen bei der Berechnung der Tennis-Weltrangliste vorgenommen. Aufgrund zahlreicher ausgefallener Turniere im vergangenen Jahr können demnach auch noch Ergebnisse aus dem Jahr 2019 für das Ranking berücksichtigt werden. Das teilte die Männer-Tour an diesem Mittwoch mit.

          Der neue Berechnungsmodus gestaltet sich kompliziert. Im Jahr 2020 war die Tour von März bis August unterbrochen worden, deshalb können nun Ergebnisse der Vorgängerturniere zwischen dem 4. März und dem 9. August 2019 mit 50 Prozent der gesammelten Punkte ins aktuelle Ranking übernommen werden, sofern beim gleichen Turnier 2021 nicht mehr Punkte gesammelt werden. Ein Spieler hat beim Masters in Madrid beispielsweise die Wahl zwischen der Hälfte der Punkte von 2019 oder 100 Prozent aus diesem Jahr.

          Auch mit den Ergebnissen der in den Herbst 2020 verlegten Turniere (French Open, Rom, Kitzbühel, Hamburg) wird nach diesem „best of“-Modus verfahren. Die ursprüngliche Regel, bei der die Ergebnisse der vergangenen 52 Wochen in der Weltrangliste berücksichtigt werden, soll mit dem Masters-Turnier in Cincinnati am 16. August wieder aufgenommen werden.

          Zudem beschloss die ATP zur finanziellen Unterstützung der Profis in der Pandemie eine Anpassung der Preisgelder bei Turnieren der 500er- und 250er-Kategorie. Insgesamt werden 5,2 Millionen Dollar zusätzlich ausgeschüttet. Diese Summe kommt aus einem Bonus-Pool, der normalerweise am Saisonende an Topspieler verteilt wird.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Im Gespräch: Günther Jauch – hier bei einer Moderation zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit – wundert sich über Hass.

          Günther Jauch über Drohungen : „Ich bin völlig angstfrei“

          Günther Jauch war Werbegesicht einer Impfkampagne, erkrankte dann an Corona – und bekam den Hass von Impfgegnern ab. Ein Interview über seine Erkrankung, unzuverlässige Schnelltests und Pöbler, die sich nicht verstecken.
          Versuchen, die Deutungshoheit zu erlangen: Teilnehmer einer Querdenken-Demonstration in Wiesbaden

          Jammern in der Politik : Heult doch!

          Wer in der Politik verliert, sieht die Schuld gerne bei anderen. Und jammert. Nicht nur Politiker, auch selbsternannte Querdenker. Andere versuchen, Lösungen zu finden: Warum wir Optimisten brauchen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.