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Platz vier im Teamwettbewerb : Springreiter verpassen Medaille

  • Aktualisiert am

Enttäuscht: Chefcoach Otto Becker (Zweiter von rechts) mit seinen Reitern Christian Ahlmann (links), Daniel Deusser und Ludger Beerbaum. Bild: dpa

Ein Fehler zu viel: Die deutschen Springreiter haben bei der Weltmeisterschaft in Caen eine Medaille verpasst. Weltmeister werden die Niederlande.

          Die deutschen Springreiter sind bei den Weltmeisterschaften in Caen knapp an der erhofften Medaille vorbeigeritten. Die Equipe musste sich am Donnerstag vier Jahre nach
          dem Titel-Triumph in Lexington im Team-Wettbewerb mit Platz vier begnügen. Am Ende trennte die Deutschen 0,10 Strafpunkte vom Bronze-Rang. Weltmeister wurde vor 21 000 Zuschauern im ausverkauften Fußball-Stadion des französischen Erstligisten SM Caen das Team der Niederlande (12,83 Strafpunkte) vor den Gastgebern (14,08) und den Vereinigten Staaten (16,72).

          „Wir haben vorher erwartet, dass es eng wird. Wir hatten eine Nullrunde mehr gebraucht. Die hatten wir nicht. Das ist bitter“, sagte Bundestrainer Otto Becker im  ZDF. Mit einem  Abwurf hatte Altmeister Ludger Beerbaum auf Chiara als letzter deutscher Starter das mögliche Edelmetall verpasst. „Das ist absolut enttäuschend“, meinte Beerbaums  Teamkollege Daniel Deußer.

          Nullrunde von Ahlmann

          Der Final-Durchgang begann optimal für Beckers Equipe. Christian Ahlmann schaffte mit dem sprunggewaltigen Codex one eine Nullrunde in dem schweren Parcours. „Es war ganz wichtig, einen guten Start hinzulegen. Codex one hat sich super präsentiert. Ich bin sehr glücklich“, sagte der 39-Jährige, der am Mittwoch einen Abwurf
          kassiert hatte.

          Weniger gut lief es für Marcus Ehning. Der 40-Jährige patzte mit Cornado am vorletzten Sprung, dazu kam noch ein Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung. „Vor der letzten Kombination fingen die Leute an zu pfeifen wegen der Zeit. Das hat ihn abgelenkt“, sagte der Routinier, der beim Titelgewinn in Lexington 2010 dabei war.

          Auch Beerbaum patzt

          Deußer folgte mit Cornet d’Amour ebenfalls mit einem Abwurf, durch den die Deutschen ihre zwischenzeitliche Führung verloren. „Das ist ärgerlich. Ich hatte einen um“, sagte der deutsche Meister in der typischen Reitersprache. So blieb es an Beerbaum, seiner Equipe die Medaille zu bescheren. Doch dem 51-Jährigen gelang das Kunststück nicht.

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