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Niederlage gegen Rumänien : EM-Dämpfer für deutsche Handballerinnen

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Spielerinnen von Deutschland gehen nach der Partie gegen Rumänien über das Spielfeld. Bild: dpa

Nach der Niederlage gegen den WM-Dritten von 2015 Rumänien hat die DHB-Auswahl bei der EM in Frankreich den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde verpasst. Noch hat sie aber alle Chancen.

          Der erste Rückschlag bei der Europameisterschaft in Frankreich sorgte bei den deutschen Handballerinnen kurzzeitig für Frust. Nach dem 24:29 (11:14) im zweiten EM-Spiel gegen Rumänien verließ die DHB-Auswahl zügig das Spielfeld in der Arena in Brest – und haderte mit dem Verpassen des vorzeitigen Einzugs in die Hauptrunde des Turniers. „Wir sind von Anfang an nicht in dieses Spiel rein gekommen“, sagte Kapitänin Julia Behnke. „Natürlich sind wir jetzt gefrustet. Aber noch ist nichts verloren.“

          Denn trotz der Pleite hat die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener weiter alles selbst in der Hand. Mit einem Erfolg im letzten Vorrundenspiel der Gruppe D am Mittwoch gegen Tschechien kann das deutsche Team den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. Die ersten drei Mannschaften jeder Gruppe kommen weiter, mit 2:2 Punkten rangiert Deutschland nun hinter den verlustpunktfreien Rumäninnen (4:0), die bereits das Hauptrundenticket gebucht haben.

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          Doch die Leistung gegen Rumänien gibt Rätsel auf, vor allem weil Groeners Team beim EM-Auftakterfolg gegen Titelverteidiger Norwegen noch so stark gespielt hatte. „Die Abgeklärtheit und die Ruhe, die wir im ersten Spiel hatten, das war heute überhaupt nicht da“, sagte der Niederländer im Anschluss. Beste Werferin der deutschen Mannschaft war vor rund 3000 Zuschauern Behnke mit acht Treffern. Im siebten EM-Duell gegen den WM-Dritten von 2015 war es erst die zweite deutsche Niederlage. Somit hat es die DHB-Auswahl auch verpasst, erstmals seit 2008 wieder die beiden ersten Spiele einer Europameisterschaft zu gewinnen. „Aber wir werden einen Teufel tun, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte Top-Talent Emily Bölk.

          Die Deutschen erwischten einen ganz schwachen Start, aus den ersten sechs Angriffen resultierten nur zwei Treffer, auch danach lief es nicht rund. Rumänien war sehr gut auf das deutsche Tempospiel eingestellt und traf anfangs nach Belieben. Nach nur zehn Minuten nahm Groener seine erste Auszeit. Doch es änderte sich nichts, Rumänien zog auf 12:7 (22.) davon, auch weil die Deutschen immer wieder an Torfrau Dedu scheiterten.

          Von der Anfangsphase an hatte die DHB-Abwehr zudem immer wieder Probleme mit der dreifachen Welthandballerin Cristina Neagu. Erst als Kapitänin Behnke stärker wurde, lief es etwas besser: Dank der fünf Treffer der Kreisläuferin vor der Pause hatte die DHB-Auswahl den Rückstand nach 30 Minuten auf 11:14 verkürzt, mit einer besseren Chancenverwertung wäre sogar noch mehr drin gewesen.

          Doch auch nach dem Seitenwechsel schafften es Behnke & Co. nicht, den Abstand zu verringern. Wahlweise standen Dedu, die das Torwartduell gegen das DHB-Duo Dinah Eckerle und Isabell Roch um Längen gewann, oder die eigenen Nerven den möglichen Treffern im Weg. Zudem war die Abwehr von ihrer Bestform entfernt.

          Aber noch ist nichts verloren, das zeigt auch die Statistik: Die letzte EM-Niederlage einer deutschen Frauen-Handball-Nationalmannschaft gegen Tschechien gab es im Jahr 2002. Und erst einmal - 2010 in Norwegen - verpasste sie eine EM-Hauptrunde.

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