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Deutsche Handballer : Dürftiger Auftritt

Hinterließ noch am ehesten bleibenden Eindruck: Deutschlands Sebastian Heymann (links) setzt sich hier gegen den Schweizer Lucas Meister durch Bild: dpa

Die deutschen Handballer starten mit einer unerwarteten Niederlage gegen die Schweiz ins Länderspieljahr. Bundestrainer Prokop versucht, halbwegs gute Miene zum schlechten Spiel zu machen.

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          Draußen parkte der schwarze Teambus mit der Aufschrift „Danke Deutschland“, drinnen war der ISS Dome in Düsseldorf komplett gefüllt. Knapp 11.600 Zuschauer waren am Samstag gekommen, um das erste Spiel der Handball-Nationalmannschaft seit der Heim-WM im Januar mitzuerleben – ein gutes Zeichen für die Sportart, dem dann aber ein dürftiger Auftritt des Teams von Christian Prokop folgte. Immerhin ließ sich das Publikum auch von der 27:29-Niederlage gegen die Schweiz nicht die Stimmung verderben.

          Der Test gegen den Nachbarn, der nicht für die WM qualifiziert war, geriet den Deutschen zu einer Berg-und-Tal-Fahrt, bei der die Tendenz insgesamt unerwartet deutlich nach unten zeigte. „Testen ist gut, testen ist wichtig, aber die Resultate dürfen dabei auch stimmen“, sagte Bob Hanning, der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes. Prokops Mannschaft war ohne acht Mann aus dem WM-Kader angetreten: Groetzki, Kohlbacher, Fäth, Weinhold, die wegen ihrer Champions-League-Belastungen pausierten, Gensheimer, der bei Paris unabkömmlich war, sowie die verletzten Strobel, Wiede und Heinevetter. Dafür hatte Prokop für den gemeinsamen Lehrgang mit der U-21-Auswahl vier Debütanten eingeladen.

          Einen bleibenden Eindruck hinterließ am ehesten der wuchtige Sebastian Heymann (Göppingen) im Rückraum mit drei Treffern. Timo Kastening (Hannover-Burgdorf) durfte auf Rechtsaußen beginnen, fand aber nach seinem ersten Tor nicht recht ins Spiel und traf nur ein weiteres Mal. Den nötigen Druck entfachten am ehesten Paul Drux und Marian Michalczik, Franz Semper war mit vier Treffern der beste Werfer. Für die Schweizer traf der Mannheimer Bundesligaprofi Andy Schmid allein neunmal. Bundestrainer Prokop versuchte halbwegs gute Miene zum schlechten Spiel zu machen, erwähnte aber auch, dass der Anspruch gegen die Schweiz ein Sieg sein müsse – ganz egal, in welcher Besetzung.

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