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Sieg in Qualifikation : Deutsche Handball-Frauen lösen WM-Ticket

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Nicht nur Marlene Zapf freut sich über den deutschen Sieg. Bild: dpa

Die deutschen Handballerinnen reisen Ende des Jahres zur WM nach Japan und können sich dort die Fahrkarte zu Olympia 2020 in Tokio sichern. Entsprechend groß ist der Jubel nach dem Sieg über Kroatien.

          Deutschlands Handball-Frauen lagen sich erleichtert in den Armen, dann ließen sie sich auf einer Jubel-Runde von den begeisterten Fans feiern. Dank einer überragenden Torfrau Dinah Eckerle und einer treffsicheren Rückraumschützin Alicia Stolle hat die DHB-Auswahl das WM-Ticket gelöst und darf weiter von der Olympia-Teilnahme träumen. Das Team von Bundestrainer Henk Groener gewann am Mittwoch das Playoff-Rückspiel gegen Kroatien mit 25:21 (14:9) und qualifizierte sich nach dem 24:24 im ersten Duell für die Endrunde vom 30. November bis 15. Dezember in Japan.

          „Wir sind einfach nur happy. Für die Mannschaft ist es wichtig, bei dem Turnier dabei zu sein. Die Erleichterung ist groß“, sagte Groener. „Unsere Defensive war heute der Schlüssel zum Erfolg.“ Vor 2131 Zuschauern in Hamm avancierte Eckerle zum großen Rückhalt des deutschen Teams, für das Stolle sechsmal traf. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte Eckerle. „Die Freude ist riesengroß, dass es geklappt hat. Es war ein großer Kampf. Wir sind happy, dass wir es geschafft haben und nach Japan können.“

          Termine, Sportarten, Medaillen: Olympia-Zeitplan 2020 in Tokio

          DHB-Sportvorstand Axel Kromer betonte nach dem Abpfiff die Bedeutung des Erfolges. „Die WM-Teilnahme ist sehr wichtig, weil ein großes Turnier die jungen Spielerinnen unheimlich prägt. Und wir haben nun die Chance, das Ticket für Olympia zu ziehen“, sagte Kromer. Anders als im Hinspiel präsentierte sich die deutsche Mannschaft gleich hellwach. Die Abwehr packte aggressiv zu und vorne wurden die ersten Angriffe konzentriert abgeschlossen. Nach dem 0:1 (4.) zog die DHB-Auswahl schnell auf 4:1 (7.) davon. Doch der schöne Schein trog zunächst. Plötzlich schlichen sich technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Angriff ein. Binnen vier Minuten war der Vorsprung verspielt und der EM-Zehnte von 2018 wieder im Rückstand (4:5/11.).

          Mitte der ersten Halbzeit hatte sich der Gastgeber dann gefangen. Dank starker Paraden von Eckerle und der Treffsicherheit von Stolle, die vier ihrer sechs Tore in den ersten 20 Minuten markierte, verschafften sich die DHB-Frauen beim 13:7 (24.) erstmals ein komfortables Sechs-Tore-Polster. Groener hatte Stolle schon vor der Partie eine tolle Entwicklung bescheinigt. „Alicia ist selbstbewusster und variabler geworden in diesem Jahr. Sie weiß Situationen besser einzuschätzen und hat gute Schritte nach vorn gemacht“, lobte der Bundestrainer die Rückraumspielerin vom DHB-Pokalsieger Thüringer HC.

          Nach dem Wechsel kam Deutschland etwas aus dem Takt. Erst nach sechseinhalb Minuten gelang durch Kreisläuferin Meike Schmelzer der erste Treffer. Im Angriff lief nun einiges schief, immerhin stand aber die Defensive weiter stabil. So geriet der 20. Sieg im 29. Duell mit den Kroatinnen, gegen die sich das DHB-Team bereits 2001 und 2003 in den WM-Playoffs durchgesetzt hatte, nicht mehr in Gefahr.

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