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Eishockey in Krefeld : Pinguine auf ganz dünnem Eis

  • -Aktualisiert am

Abwarten, was passiert: Krefelder Pinguine Torsten Ankert (l-r), Grant Besse und Chad Costello. Bild: dpa

Sportlich läuft es nicht beim Tabellenletzten der Deutschen Eishockey Liga. Und über die Krefelder Finanzen verbreiten Geschäftsführer Roos und Gesellschafter Ponomarew unterschiedliche Versionen.

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          Wer es mit den Krefeld Pinguinen hält, erlebt schwere Zeiten. Sportlich läuft für den Tabellenletzten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seit Wochen nichts, am Sonntag gab es in München (1:2) die neunte Niederlage in Folge. Auch finanziell sind die Rheinländer angeschlagen. Stimmt die Version von Geschäftsführer Matthias Roos, warten die Pinguine seit Monaten auf Zahlungen von Gesellschafter Michail Ponomarew.

          Der Russe, der auch beim Fußball-Drittligaverein KFC Uerdingen die Fäden zieht, soll dem Klub einen hohen sechsstelligen Betrag schulden. Ändere sich das nicht, sei die Zukunft des Meisters von 2003 in Gefahr, dann müsse er im neuen Jahr einen Insolvenzantrag stellen, sagte Roos. Ponomarew wies die Darstellung zurück. Die Pinguine würden ihm Geld schulden, ließ er mitteilen und signalisierte Bereitschaft, seine Anteile von 46 Prozent abzugeben.

          Geht es nach Roos, geschieht das nach der Deutschland-Cup-Pause der DEL im November. Bis dahin will er Investoren gefunden haben, die die Anteile von Ponomarew sowie des jahrelangen Hauptgesellschafters und Mäzens Wolfgang Schulz übernehmen. „Es gibt Licht am Ende des Tunnels“, sagte Roos der Deutschen Presse-Agentur.

          Verschnupfter Russe: Die Pinguine würden ihm Geld schulden, meint Ponomarew.

          Zuvor beschäftigten die Pinguine Meldungen, Ponomarew sei schon selbst auf der Suche nach Käufern. Angeblich habe er seine Anteile dem Zweitligaklub Löwen Frankfurt angeboten, damit der den Platz der Krefelder in der ersten Liga einnehmen kann. Das dementierte Ponomarew. Stefan Krämer, geschäftsführender Gesellschafter bei den Löwen, wies die Spekulationen auch zurück: „Wir haben keinen Kontakt nach Krefeld und werden auch nicht mit Herrn Ponomarew verhandeln. Aber selbstverständlich halten wir ein Auge offen, was dort passiert. Denn wir wollen in die DEL. Wir sind bereit.“

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