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Bilanz des Eishockey-Saison : Höhere Quote, weniger Geld

DEL-Geschäftsführer Tripcke appelliert an „wirtschaftlich vorsichtige Kaufmänner“ Bild: dpa

An den Zuschauerzahlen sei erkennbar, wie groß das Potential im deutschen Eishockey ist, meint DEL-Geschäftsführer Tripcke bei seiner Saisonbilanz. Zugleich mahnt er wirtschaftliche Vorsicht an.

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          Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat eine zwiespältige Saisonbilanz gezogen. Nachdem sich die Berliner Eisbären vor zehn Tagen mit dem achten Titelgewinn zum Rekordchampion gekürt hatten, nannte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Montag Zahlen, die verdeutlichten, welch außergewöhnliches Sportjahr hinter den 14 Klubs liegt.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Während aufgrund der Pandemie nicht eines der mehr als dreihundert Spiele in den Stadien vor Fans stattfinden konnte, entwickelten sich die Einschaltquoten „sehr gut“, wie es Tripcke nannte: „An ihnen kann man erkennen, wie groß das Potential für Eishockey in Deutschland ist.“ Insgesamt verfolgten 16 Millionen Zuschauer die Partien in der Hauptrunde und den Play-offs am Fernsehbildschirm oder auf den Streaming-Plattformen.

          Bis Mitte 2024 liegen die Übertragungsrechte an der DEL bei der Deutschen Telekom, die dafür per annum rund 280.000 Euro an die Vereine überweist. Laut Tripcke soll zeitnah verhandelt werden, wie der „Kuchen verteilt wird“, wenn feststeht, ob mit Kassel oder Bietigheim erstmals seit 15 Jahren wieder der Zweitligameister in die DEL aufsteigt. Die Frist, um die Lizenzunterlagen abzugeben, wurde für alle Beteiligten bis Pfingstmontag verlängert.

          Finanziell, das machte Tripcke deutlich, bleibt die Lage anspruchsvoll. Die Umsätze hätten sich zuletzt von 150 Millionen Euro auf maximal die Hälfte reduziert. Es komme mehr denn je auf „wirtschaftlich vorsichtige Kaufmänner“ an, sagte Tripcke, der an die Manager appellierte, nur das Geld auszugeben, „das da ist“, zumal nicht absehbar sei, ob die Corona-Krise zum Start der neuen Spielzeit am 9. September durchstanden ist und wieder Publikum in die Hallen darf.

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