https://www.faz.net/-gtl-9h73q

84:92 in Griechenland : Basketballer mit erster Niederlage in WM-Qualifikation

  • Aktualisiert am

„Unser Team hat insgesamt gut gekämpft und guten Basketball gespielt“: Bundestrainer Henrik Rödl. Bild: dpa

Ohne viele Leistungsträger verliert das Basketball-Nationalteam erstmals in der WM-Qualifikation. In Griechenland kippt das Spiel nach einer starken Anfangsphase. Und die junge Mannschaft ist schon bald wieder gefordert.

          Ohne die NBA-Profis um Dennis Schröder mussten sich die deutschen Basketballer auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2019 im neunten Spiel erstmals geschlagen geben. Die bereits für die Endrunde in China qualifizierte Mannschaft von Bundestrainer Henrik Rödl unterlag Griechenland 84:92 (35:45) und büßte die Spitzenposition in Gruppe L ein. Während der weiter ungeschlagene zweimalige Europameister Griechenland am Freitagabend in Patras den neunten Erfolg einfuhr, verlor die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes erstmals unter Rödl ein Pflichtspiel und ist nun nur noch Zweiter. Bester Werfer wurde Kapitän Robin Benzing mit 27 Punkten.

          „Unser Team hat insgesamt gut gekämpft und guten Basketball gespielt, außer zum Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Viertels. Aber Griechenland hat den Sieg verdient“, sagte Rödl. Vor allem Ioannis Bourousis (25 Zähler) konnten seine Spieler im neunten von zwölf Qualifikationsspielen zu keinem Zeitpunkt stoppen: „Er war nur sehr schwer in den Griff zu bekommen und hat das sehr gut gemacht.“

          Die Gäste um den starken Anführer Benzing starteten rund 200 Kilometer westlich von Athen stark und führten früh erstmals mit mehr als zehn Punkten (22:11). Anschließend ging beim jungen Team, das auch auf Akteure vom deutschen Meister Bayern München verzichten musste, lange Zeit nichts mehr. Die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Griechen erzielten 20 Punkte nacheinander und lagen im zweiten Viertel plötzlich 31:22 vorn. Zu viele Fehlentscheidungen in der Offensive und leichtfertige Patzer in der Verteidigung unter dem Korb führten zu einem klaren Halbzeitrückstand.

          Während die Gastgeber nach dem Seitenwechsel mit ihrem durchdachten Zusammenspiel überzeugten, taten sich die Deutschen weiter schwer und konnten den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels nur auf 56:63 verkürzen. Knapp sechs Minuten vor dem Ende kam die DBB-Auswahl bis auf drei Punkte heran, konnte die Begegnung auch aufgrund von schwächeren Wurfquoten aus der Distanz aber nicht mehr drehen. Seine Länderspielpremiere feierte dabei Tim Schneider vom deutschen Vizemeister ALBA Berlin.

          Die Leistungsträger aus der NBA um Point Guard Schröder, Maximilian Kleber oder Daniel Theis fehlten im letzten Auswärtsspiel des Jahres, da die nordamerikanische Profiliga ihre Spieler während der Saison nicht freistellt. Zum Jahresabschluss trifft das DBB-Team am Montag (20.00 Uhr) in Ludwigsburg auf Außenseiter Estland. Weitere Siege sind von großer Bedeutung, da eine gute Platzierung am Ende der Qualifikation im Februar eine günstigere WM-Auslosung verspricht.

          Weitere Themen

          Das IOC schickt die Aiba auf die Bretter

          Aus für Boxverband : Das IOC schickt die Aiba auf die Bretter

          Mit einem brachialen Finale geht die IOC-Session zu Ende. Die Olympier versetzen dem Boxverband Aiba den K.o.-Schlag und reformieren die Vergabe der Spiele. Präsident Thomas Bach ist auf dem Gipfel seiner Macht.

          Topmeldungen

          Der Fall Lübcke : Wie ein Bumerang

          In Wiesbaden und Berlin bestimmt der Fall Stephan E. die Tagesordnungen. Nicht nur die Frage nach dessen Bezügen zum NSU ist noch zu klären. Die Grünen beklagen eine „eklatante Analyseschwäche“ des Verfassungsschutzes.
          Der Hedgefonds Elliott hat seinen Einstieg bei Bayer publik gemacht.

          Wegen seiner Mischstruktur : Elliott macht Bayer jetzt richtig Druck

          Der amerikanische Hedge-Fonds lässt Andeutungen fallen, die als Aufforderung zur Aufspaltung interpretiert werden können. Ganz nebenbei bestätigt er: Man ist mit einem 2-Prozent-Paket am Mischkonzern beteiligt.

          Trumps neue Sprecherin : Schroff und höchst loyal

          Donald Trump macht Stephanie Grisham, die Stimme der First Lady, zu seiner Sprecherin. Sie wird auch Chefin für strategische Kommunikation – eine machtvolle Position.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.