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HSV Hamburg : Zurück auf Los

  • -Aktualisiert am

Fühlt noch wie ein Spieler, denkt aber schon als Trainer: HSVH-Trainer Torsten Jansen Bild: Picture-Alliance

Der Handball erfindet sich neu in Hamburg. Auf die Insolvenz des HSV Handball folgt der Aufstieg des Handballsportvereins Hamburg in die zweite Liga. Der Vereinsname ist neu – und die alte Arroganz verschwunden.

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          Als seine Spieler den ersten Kasten Bier schon fast geleert haben, steht Torsten Jansen immer noch vor seinem Stuhl und schaut zu, was da gerade um ihn herum passiert. Ob er sich als Meistertrainer fühle, wird Jansen dann gefragt. „Meistertrainer ist man, wenn man Meister in der Bundesliga geworden ist. Aufstiegstrainer passt besser“, antwortet der Einundvierzigjährige. Jansen ist selbst im größten Triumph immer ein gelassener Zeitgenosse gewesen; auf den Jubelbildern nach der Handball-WM 2007, bei den Feiern des Champions-League-Titels 2013 und der Meisterschaft mit dem HSV zwei Jahre zuvor stehen andere in erster Reihe. Jansen hat sich gegen Heldenrolle und Vereinnahmung stets gewehrt, wahrscheinlich passt er deshalb so gut zu diesem neuen Klub, der sich HSVH nennt, nicht mehr HSV: dem Handball-Sportverein Hamburg.

          Die Geschichte dieses Aufsteigers, der aus den Ruinen des insolventen HSV entstanden ist, soll ohne Helden erzählt werden. Arbeit, Demut, Bescheidenheit, Volksnähe, das steht im Drehbuch, das sich vor allem Martin Schwalb ausgedacht hat. Wenn Jansen der Grübler auf der Bank ist, der, wie er sagt, sich immer noch in einer „Findungsphase“ sieht, dann ist Schwalb der Verkäufer, der wie ein Warner und Mahner daherkommt.

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