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EHC Straubing : Die Nervensägen aus der Provinz

  • -Aktualisiert am

Gut drauf: Straubing hat Spaß daran, die Großen zu ärgern. Bild: dpa

Nicht ernst genommen in den Hauptstädten, aber erfolgreich: Der EHC Straubing nimmt es mit den Eishockey-Großmächten auf. In der deutschen-Eishockey-Liga bremsen sie nun en EHC München nach dessen Startrekord von elf Siegen.

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          „Donnerstagsspiele abschaffen!“ stand auf dem Transparent im Straubinger Fanblock, der ungeliebte vorgezogene Termin ist gerade das emotionale Thema bei Zuschauern in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Aber diesen Donnerstagabend genossen dann auch die Anhänger der niederbayerischen Tigers, denn ihrer Mannschaft gelang, worauf die gesamte Liga gewartet hatte: Sie beendete die historische Serie des EHC München von elf Siegen zu Saisonbeginn am zwölften Spieltag mit einem resoluten 5:1. Da kam dann auch ein zweites, kleineres Banner auf den Stehwällen zum Einsatz: „Bayerns wahre Nummer eins.“ Wenn man so will: Das direkte Duell hat Straubing gewonnen. In der Tabelle sind sie Zweiter.

          Gegen München hatte Straubing die letzten neun Male nichts ausrichten können, schon daher war der Sieg ein süßer. Geschmacksverstärker ist die Rivalität, die die beiden Standorte leben. In München ist der EHC Straubing schon öfter als „Straubingen“ begrüßt worden, weswegen die DEL den Stadionsprecher erst mit einer Ermahnung, dann mit einer Geldstrafe belegte. Wenn sie bei den Eisbären Berlin spielten, waren sie auch schon „unsere Gäste aus Straubingen“, doch da war es nicht als Provokation gedacht, sondern der geografischen Unwissenheit geschuldet. Aber nicht nur von der Hauptstadt aus gesehen ist Straubing eben klein und am Rande gelegen.

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