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Tennis in Halle : Der Deutschen Gefühl für Rasen

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Jubel auf Rasen: Dustin Brown hat gewonnen Bild: dpa

Seit Boris Becker ist Rasen der deutschen Tennisspieler liebster Untergrund: Auch in Halle starten sie erfolgreich ins Turnier.

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          Top-Talent Alexander Zverev zog sich das Schweißband von der Stirn und quittierte bloß mit einem kurzen Lächeln seinen ersten erfolgreichen Rasen-Auftritt der Tennis-Saison. Der 19-Jährige erreichte am Dienstag wie auch Florian Mayer und Dustin Brown beim ATP-Turnier im ostwestfälischen Halle das Achtelfinale. Zverev überzeugte beim souveränen 6:4, 6:4 gegen Viktor Troicki. Nach 72 Minuten verwandelte der Hoffnungsträger gegen den French-Open-Achtelfinalisten seinen ersten Matchball.

          „Das war nicht schlecht. Ich habe nicht viele Fehler gemacht und relativ gut returniert“, sagte Zverev. Gegen den Serben Troicki hatte er das zuvor einzige Duell vor einem Jahr in Stuttgart auf dem grünen Belag noch verloren. „Ein Jahr in diesem Alter kann viel ausmachen. Ich bin stärker geworden und kann mehr Bälle zurückbringen.“

          Deutsches Duell im Achtelfinale

          Um einen Platz im Viertelfinale kämpft Zverev nun mit dem Mettlacher Benjamin Becker, der am Donnerstag 35 Jahre alt wird. „Troicki wird sicher nicht einfach, aber wenn er da durchkommt, kann Zverev weit kommen“, hatte Topstar Roger Federer geurteilt.

          Zuvor stellte Florian Mayer seine Vorliebe für Rasen bei dem mit rund 1,8 Millionen Euro dotierten Turnier unter Beweis. Der nach langer Leidenszeit auf Weltranglisten-Rang 192 abgerutschte Bayreuther setzte sich 7:5, 7:6 (7:3) gegen Brian Baker durch. Der Niedersachse Brown siegte im letzten Match des Tages auf dem Centre Court 6:3, 7:5 gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas.

          Die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber tritt ebenso wie Halle-Identifikationsfigur Federer am Mittwoch zum ersten Mal an. Auf dem Weg zu seinem neunten Titel in Ostwestfalen bekommt es Federer zunächst mit Lokalmatador Jan-Lennard Struff zu tun.

          Für Zverev begann sein Auftritt auf dem Centre Court mit einem Schreckmoment. Vor den Augen seines Vaters und seines Bruders Mischa Zverev rutschte der Weltranglisten-38. gleich beim zweiten Ballwechsel aus. Konzentriert erledigte der Youngster anschließend seine Aufgabe. Auch bei seinem Halle-Debüt 2015 stand er in der zweiten Runde. „Mir gefällt sein Spiel sehr gut. Ich bin gespannt, was kommt die nächsten Jahre“, lobte Federer.

          Äußerst zufrieden zeigte sich Mayer nach seinem Erstrunden-Erfolg. „Das Gefühl auf Rasen ist immer da, das wird auch nicht weggehen“, sagte der zweimalige Wimbledon-Viertelfinalist. Im Achtelfinale wartet auf ihn allerdings in dem an Position zwei gesetzten Japaner Kei Nishikori eine schwierige Aufgabe. „Ganz klar, wenn ich eine Chance gegen ihn habe, dann hier“, so Mayer.

          Mayer hatte erst Mitte April nach monatelanger Verletzungszeit sein Comeback gegeben. In Halle tritt der Rasenspezialist mit einer Sonderregelung an, auf die er - ebenso wie Baker - nach seiner langen Zwangspause zurückgriff, um direkt im Hauptfeld zu stehen. Anders als Struff, Brown und der Amerikaner Taylor Fritz bekam der ehemalige Davis-Cup-Spieler keine Wildcard. „Das regt mich richtig auf. Da bin ich richtig enttäuscht“, sagte Mayer.

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