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DEL Winter Game : Düsseldorf bleibt die Nummer eins am Rhein

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Mit einer eindrucksvollen Choreographie begrüßen die Fans der Kölner Haie ihre Mannschaft im Rhein-Energie-Stadion. Bild: dpa

Unter ungewohnten Bedingungen treffen Düsseldorf und Köln beim rheinischen Eishockey-Derby aufeinander. Auf dem Eis bleibt den Gastgebern ein Erfolg zwar versagt – dennoch gelingt den Kölner zumindest eine kleine Revanche.

          Dauerregen in Köln, das Maskottchen im falschen Trikot und ein früherer Kölner als zweifacher Düsseldorfer Torschütze: Beim 3:2 der Düsseldorfer EG im Winter Game der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Kölner Haien erlebten die fast 50.000 Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion das erwartete Spektakel. Für die Akteure auf dem Eis wurde das reguläre Ligaspiel, das John Henrion in der dritten Minute der Verlängerung zugunsten der DEG entschied, dagegen bei Temperaturen um fünf Grad Celsius und Dauerregen zu einer ungewohnten Herausforderung.

          Dies hinderte den vor der Saison von Köln nach Düsseldorf gewechselten und mit einem Pfeifkonzert empfangenen Philip Gogulla nicht daran, den Puck bereits 46 Sekunden nach dem Eröffnungsbully des Kölner Fußball-Idols Lukas Podolski im Tor der Gastgeber unterzubringen. „Die Bedingungen sind nicht herausragend, aber Köln spielt genauso auf diesem Acker“, sagte Gogulla nach dem ersten Drittel bei MagentaSport.

          Der frühere Kölner legte in der 35. Minute nach und verhinderte beim 3:2 (1:0, 1:0, 0:2, 1:0)-Sieg die Revanche des Gastgebers für die 2:3-Niederlage beim Winter Game 2015. Nachdem Colby Genoway (45.) und Felix Schütz (58.) die Haie in die Verlängerung gerettet hatten, sorgte Henrion für die Entscheidung. Es war das 100. Duell der beiden Teams seit Gründung der DEL und das 222. insgesamt. In der laufenden Saison entschied Düsseldorf alle drei Duelle mit dem alten Rivalen für sich.

          Kölns Revanche gelingt nur neben dem Eis

          „Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, sagte Gogulla anschließend bei MagentaSport. Haie-Kapitän Moritz Müller machte das frühe erste Gegentor für die Niederlage mitverantwortlich: „Für Düsseldorf war das der Dosenöffner. Die ersten 40 Minuten waren ein echter Krampf von uns. In der Overtime hätten wir das Ding auch gewinnen können.“

          Eishockey unter freiem Himmel: Dort wo sonst die Fußballer des 1. FC Köln auf Torejagd gehen, gleiten am Samstag Eishockeyspieler über die Eisfläche. Bilderstrecke

          Der organisatorische Aufwand war enorm: Um die 30 mal 60 Meter große Eisfläche in der Mitte des Spielfeldes herzustellen, wurden 85.000 Meter Rohre gelegt. Die Spielfläche bestand aus 64 weißen Matten, deren Schläuche jeweils mit rund 12.000 Litern Wasser gespeist wurden. In diesem Jahr kamen erstmals durchgehend transparente Banden zum Einsatz, um die Sicht für die Zuschauer zu verbessern.

          Vor der Partie revanchierten sich die Haie für eine Aktion beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison: Nach dem Ligaspiel Mitte Oktober hatten die Düsseldorfer das Dach des Kölner Mannschaftsbusses mit einem riesigen DEG-Aufkleber versehen. Dafür zeigte der Gastgeber am Samstag vor Spielbeginn einen Einspieler, in dem sich DEG-Maskottchen „Düssi“ als Haie-Fan outet, ein Trikot des Erzrivalen überstreift und das Wappen des Stadtnachbarn küsst.

          Die Revanche auf dem Eis blieb den Haien dagegen verwehrt, Düsseldorf konnte die rheinische Vormachtstellung erneut behaupten.

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