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Tour de France : Kein Happy End für Degenkolb

  • Aktualisiert am

Der Mann, der John Degenkolb den Sieg weggeschnappt hat: Ramunas Navardauskas, der erste litauische Etappensieger bei der Tour. Bild: dpa

Dem deutschen Radprofi bleibt der erste Etappensieg bei der Tour de France wieder verwehrt. Im strömenden Regen von Bergerac muss sich der Thüringer mit Platz zwei hinter dem litauischen Ausreißer Ramunas Navardauskas begnügen.

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          Bei Donnergrollen und sintflutartigen Regenfällen hat  John Degenkolb am Freitag bei der Tour de France ein bitteres Déjà-vu erlebt - was das Ergebnis angeht. Wie schon auf der elften Etappe sprintete der Radprofi aus Thüringen auch auf dem drittletzten Teilstück der 101. Frankreich-Rundfahrt auf den zweiten Platz.

          Diesmal musste er dem Ausreißer Ramunas Navardauskas aus Litauen den Vortritt lassen. Den dritten Platz belegte am Freitag in Bergerac nach 208,5 Kilometern unter teils schwierigen Witterungsverhältnissen der Norweger Alexander Kristoff.

          Keine Gefahr für Nibali

          Das Gelbe Trikot des designierten Toursiegers Vincenzo Nibali, der nach seiner Kletterdemonstration  im Gebirge in der Heimat begeistert gefeiert wurde, war auf der Flachetappe durch die Weinberge der Dordogne nicht mehr in Gefahr, wurde aber bei den teils heftigen Regenschauern gehörig durchnässt.  Nibali liegt in der Gesamtwertung komfortable 7:10 Minuten vor dem Franzosen Thibaut Pinot.

          Will den Samstag zum deutschen Tag machen: Zeitfahrspezialist Tony Martin hat im Kampf gegen die Uhr kaum ernsthafte Konkurrenz.
          Will den Samstag zum deutschen Tag machen: Zeitfahrspezialist Tony Martin hat im Kampf gegen die Uhr kaum ernsthafte Konkurrenz. : Bild: AP

          Auch wenn es diesmal noch nicht klappte, wollen Degenkolb, Marcel Kittel und Co. ihre „Tour d’Allemagne“ mit weiteren Etappensiegen noch krönen und für ein „superdeutsches Wochenende“ sorgen, wie Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin betonte. Für den 29-Jährigen mit dem Hochgeschwindigkeitsmotor ist der Sieg im einzigen Zeitfahren an diesem Samstag von Bergerac nach Périgueux mangels Konkurrenz fest eingeplant. Am Sonntag wollen dann Kittel oder André Greipel auf den Champs Élysées in Paris zuschlagen.

          Degenkolb jagt indes seinem ersten Etappensieg weiter hinterher. Navardauskas war 13 Kilometer vor dem Ziel ausgerissen und hatte seinen Vorsprung bis ins Ziel gerettet. Es war der erste Sieg eines Litauers in der Tour-Geschichte. Für Degenkolb ist damit die Tour 2014 wohl endgültig verpatzt. Zwei schmerzvolle Stürze mit einer Einblutung in den Gesäßmuskel, ein knapp verpasster Etappensieg in Oyonnax und ein unfaires Ausbremsmanöver hatten ihm schwer zu schaffen gemacht.

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