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Tennis-Reform angenommen : Der Davis Cup ändert sich radikal

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Gleiche Trophäe, aber neues Format: System im Davis Cup wird radikal verändert Bild: dpa

Der 118 Jahre alte Davis Cup wird radikal geliftet. Statt in vier Runden übers Jahr wird in einer Woche um die Trophäe gespielt. Ein prominenter Fußballer steckt auch dahinter.

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          Die Delegierten der Mitgliederverbände haben auf der Jahrestagung des Tennis-Weltverbandes (ITF) die umstrittene Davis-Cup-Reform verabschiedet. Die von ITF-Präsident David Haggerty unterstützten Pläne zur Neustrukturierung des traditionsreichen Wettbewerbs erhielten in Orlando die notwendige Zweidrittelmehrheit. Der Widerstand der großen Tennisnationen Großbritannien, Australien und Deutschland reichte nicht aus.

          Damit wird schon 2019 in einem neuen Format im 118 Jahre alten Davis Cup gespielt. Anstelle von vier über das gesamte Jahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe spielen nun 18 Teams in einem einwöchigen Turnier in der zweiten November-Hälfte um die Trophäe. Nach einer Vorrunde folgt eine Finalrunde im Knock-out-Format mit jeweils zwei Einzeln und einem Doppel über zwei Gewinnsätze. In einem Quali-Turnier im Februar sollen 16 Teilnehmer ermittelt werden, zwei weitere erhalten eine Wildcard. Lille und Madrid haben schon ihr Interesse als Ausrichter signalisiert.

          „Für uns ist das Ergebnis eine herbe Enttäuschung, die uns erst einmal fassungslos macht“, sagte Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB): „Wir sind bis zum Schluss davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Mitgliedsnationen vernünftig und mit Bedacht abstimmen würde. Wir haben stets betont, dass wir gewisse Anpassungen im Davis Cup für notwendig erachten - aber keine Reform, die den etablierten Wettbewerb abschafft.“

          Haggerty und seine Mitstreiter aus dem ITF-Board überzeugten die Verbände mit viel Geld von der Reform. „Die ITF ist die einzige Organisation, die Geld in die Entwicklung des Spiels steckt. Und dieses Projekt versetzt uns dazu in die Lage“, sagte der Funktionär aus den Vereinigten Staaten vor der Abstimmung. Für die Finanzierung soll die Investmentgruppe Kosmos sorgen, zu deren Gründern Spaniens ehemaliger Fußball-Weltmeister Gerard Pique gehört. Drei Milliarden Dollar für 25 Jahre sind versprochen, allerdings fehlt den Kritikern bei diesem Deal die Transparenz.

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