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Geht es ohne Mensch? : Wie Künstliche Intelligenz den Sport verändert

Der Chip im Ball: Auch bei der Fußball-WM in Qatar werden alle messbaren Spieldaten erfasst. Bild: adidas

Mit technischer Hilfe werden Sportler und Spiele akribisch durchleuchtet. Die Datensammlung ist für Optimierer wie Sponsoren interessant. Am Ende des Prozesses steht ein digitaler Assistent parat.

          7 Min.

          Wumm, wumm, wumm – dröhnen die Trommeln der Handballfans durch die Halle in Wetzlar. Während Emil Mellegard im grünen Trikot der HSG den Ball fängt, sieht er aus dem Augenwinkel die Lücke in der Abwehr der Füchse Berlin. Mellegard nimmt Anlauf – links, rechts, links – stößt sich vom blauen Boden ab und springt an seinem Gegenspieler vorbei in den Neun-Meter-Raum. Von einem Podest über der Tribüne beobachtet Frank Leibmann von der Handball-Bundesliga (HBL) den Angriff. Auf dem Tisch vor ihm steht ein Laptop. Grüne und schwarze Punkte flitzen auf dem Bildschirm über ein Handballfeld. Einer davon ist Mellegard.

          Anna Schiller
          Volontärin.

          Hinter dem Punkt verbirgt sich ein komplexer Datensatz: Wie schnell er läuft, wie hoch er springt, wie fest er wirft, wie lange er in der Luft steht – jede Aktion Mellegards wird sofort erfasst. In einer Weste unter dem Trikot steckt zwischen seinen Schulterblättern ein weißer Sensor; etwa so groß wie eine Briefmarke, 14 Gramm schwer. Er registriert die Bewegungen und die Position seines Trägers und sendet sie an ein Dutzend Empfänger, die wie W-Lan-Router aussehen, versteckt in der Deckenkonstruktion der Halle oder auf den Werbebanden am Spielfeldrand. Auch im Inneren des Balls verbirgt sich ein Sensor, der permanent Daten sammelt und im Millisekunden-Takt per Funk weiterleitet.

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