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Das Sportjahr 2019 : Der kleine Bruder des Fußballs im Mittelpunkt

Zuschauermagnet Handball: Fußballfreie Zeit nutzen Bild: dpa

Wer braucht schon Fußball? Das Sportjahr 2019 kommt ohne großes Kicker-Turnier aus. Auch Olympia hat Pause. Für Spannung ist dennoch gesorgt: Knapp hundert Welt- und Europameisterschaften stehen an.

          4 Min.

          Es wird ein sogenanntes Zwischenjahr, dieses 2019: Kein großes Fußball-Turnier steht an. Und Olympia hat auch Pause. Langweilig wird es für Sportfans dennoch nicht. Denn wenn der Fußball einmal nicht rollt, haben die anderen Sportarten mehr Zeit und Raum, auf sich aufmerksam zu machen. Nicht weniger als 54 Weltmeisterschaften stehen in diesem „Zwischenjahr“ auf dem Programm, dazu kommen 41 Europameisterschaften und weitere Höhepunkte mit Weltcup-Charakter. Der Versuch einer Orientierung:

          Handball-WM in Deutschland und Dänemark (10.-27.1.): Den Auftakt zu einem möglicherweise fulminanten Sportjahr nimmt Deutschlands Hallensportart Nummer eins in Angriff, der „kleine Bruder“ des großen Fußballs spielt im Januar seine Weltmeisterschaft aus – und wie stets bei Sport-Ereignissen, die in Deutschland ihre Bühne finden, kann davon ausgegangen werden, dass es stimmungsvolle Spiele in Berlin und Köln, Hamburg und München werden. Ob es wieder für ein Winter-Märchen reicht, wie zuletzt 2007 beim Heim-WM-Sieg der deutschen Handballer, kann keiner vorhersagen. Zumal das Endspiel von Ko-Gastgeber Dänemark in Herning ausgerichtet wird.

          Winter-Weltmeisterschaften in Are, Seefeld und Östersund (4.2.-17.3.): Im Jahr 1 nach den Olympischen Retortenspielen im fernen Südkorea tragen all die olympischen Wintersportler ihre jeweils eigenen Weltmeisterschaften aus. In der Summe erscheinen die Groß-Ereignisse dann auch wie Olympische Winterspiele, nur über mehrere Wochen gestreckt. Den Auftakt machen die alpinen Skifahrer, die im vermutlich romantisch verschneiten Schweden zwischen dem 4. und 17. Februar ihre Besten von Slalom bis Abfahrt ausfahren. Den beinahe nahtlosen  Übergang bilden die Nordischen, die vom 19. Februar an bis zum 3. März in Seefeld in Loipen und von Schanzen laufen und springen.Und anschließend geht der Fokus wieder nach Schweden, wo zwischen dem 6. und 17. März die Biathleten wie alle Jahre wieder ein Dutzend Weltmeister ausschießen.

          Bob und Rodeln in Winterberg und Whistler: Wenn wir schon vom Winter sprechen, sollten auch die Helden des Eiskanals nicht vergessen werden. Auch mit Bob, Skeleton und Rodel werden Weltmeister gekürt. Letztere stürzen sich im nahen Winterberg (25.-27.1.) in die Rinne, alle anderen im fernen Kanada (25.2.-10.3.). Und die Eisschnellläufer richten gleich drei verschiedene Weltmeisterschaften aus. Erst Einzel in Inzell (7.-10.2), dann Sprint in Heerenveen (23./24.2.) und schließlich Mehrkampf in Calgary (2./3.3.). Man kann eben auch immer alles übertreiben. 

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          Eishockey-WM in der Slowakei (10.5.-26.5.): Wenn dann aber der Zeitpunkt gekommen ist, an dem der nächste Jahrhundertsommer schon seine Vorboten geschickt hat, wenn wirklich kein Mensch mehr Eis und Schnee ertragen kann, dann steht eine Eishockey-WM an. Diesmal in der Slowakei. Natürlich mit Beteiligung der deutschen olympischen Silberhelden, oder zumindest mit den Restposten jener legendären Mannschaft von 2018. Und mit einem neuen Mann hinter der Bande: Der Finne Toni Söderholm ist Nachfolger von Marco Sturm.

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