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Darts-WM in London : Teenager scheitert schon in erster Runde

  • Aktualisiert am

Der noch minderjährige Keane Barry scheidet früh aus bei der Darts-WM. Bild: dpa

Mit gerade einmal 17 Jahren ist Keane Barry der drittjüngste Spieler, der je bei der Darts-WM antrat. Doch das Vergnügen ist kurz. Der Ire verliert in der ersten Runde deutlich. Besser macht es ein zweimaliger Weltmeister.

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          Der noch minderjährige Keane Barry aus Irland ist bei der Darts-Weltmeisterschaft in London schon in der ersten Runde ausgeschieden. Mit gerade einmal 17 Jahren trat Barry als drittjüngster Starter der WM-Geschichte im Alexandra Palace an und verlor am späten Montagabend mit 0:3 gegen den niederländischen Routinier Vincent van der Voort. Auch drei Aufnahmen mit der Maximalpunktzahl von 180 Punkten reichten dem Youngster mit dem Spitznamen „The Dynamite“ nicht, um das Match offen zu gestalten. Van der Voort trifft in der nächsten Runde auf den Engländer Dave  Chisnall, der als gesetzter Spieler zunächst ein Freilos hatte.

          Der zweimalige Weltmeister Gary Anderson indes zog souverän in die dritte Runde ein. Am Montagabend bezwang „The Flying Scotsman“, wie Anderson genannt wird, seinen nordirischen Rivalen Brendan Dolan glatt mit 3:0. Vor Anderson waren überraschend die an Position zwei und vier gesetzten Engländer Rob Cross und Michael Smith aus dem Turnier geflogen. Der Drittrundengegner des Schotten steht noch nicht fest. Die deutschen Profis um Gabriel Clemens steigen erst am Mittwoch ins wichtigste Turnier des Jahres ein.

          Für seine Premiere bei der Darts-WM bekommt Nico Kurz noch einmal ein paar Tage zusätzlich frei. „Der Urlaub war komplett aufgebraucht. Ich habe eine Freistellung für die Darts-WM bekommen. Quasi als Bonus und Extraurlaub“, sagte der 22-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Der Hanauer Kurz arbeitet noch Vollzeit als Industriemechaniker und betreibt den Darts-Sport derzeit als Zusatzverdienst. Er trifft am Mittwochabend (20.00 Uhr bei Sport1 und DAZN) in seiner ersten WM-Partie auf den englischen Routinier James Wilson.

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          Geheimnis des Darts : Auf der Suche nach dem perfekten Wurf Bild: FAZ.NET

          „Alleine von der Erfahrung her bin ich der Außenseiter. Vom Spielerischen her würde ich das nicht behaupten. Es ist vieles möglich“, sagte Kurz zu seinem Auftaktmatch. An diesem Mittwoch ist auch Gabriel Clemens (22.00 Uhr) erstmals gefordert, er trifft auf den Niederländer Benito van de Pas. Der Saarländer Clemens ist schon seit Sonntag in der britischen Hauptstadt. Er gilt als Geheimfavorit beim wichtigsten Turnier der Welt. Bei einem Sieg würde Clemens am Freitag auf Deutschlands Nummer eins Max Hopp treffen.

          An diesem Dienstag dürfte das Favoritenscheitern bei der Darts-WM pausieren. Allerdings nur, weil bei den insgesamt acht angesetzten Partien keine wirklichen Favoriten an die Scheibe treten. Sowohl am Mittag (13.30 Uhr bei Sport1 und DAZN) als auch abends (20.00 Uhr) werden im Alexandra Palace jeweils vier Partien der ersten und zweiten Runde ausgetragen.

          Es fehlte nicht viel, dann hätte die Japanerin Mikuru Suzuki die Negativserie beendet und für den ersten WM-Sieg einer Frau bei der Professional Darts Corporation (PDC) gesorgt. Doch nach dem knappen 2:3 von Suzuki gegen James Richardson am Sonntag gibt es nun die nächste Chance. Die Engländerin Fallon Sherrock fordert am Abend (22.00 Uhr) Landsmann Ted Evetts heraus, gilt dabei aber als klare  Außenseiterin.

          Ein eher unscheinbarer Amerikaner hat die glorreiche Karriere von Raymond van Barneveld beendet. Doch nach seinem Auftaktsieg ist das Turnier für Darin Young noch nicht beendet. Er bekommt es am späten  Dienstagabend (23.00 Uhr) mit „Barney“-Landsmann Jeffrey de Zwaan zu tun und wird abermals als Außenseiter in die Partie starten. Mit zwei Spielen aus zwei Partien sind die „US-Boys“, eigentlich Außenseiter, bei der diesjährigen WM noch ungeschlagen.

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