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Schach-Kandidatenturnier : Französische Schule des Leidens

  • -Aktualisiert am

„Das wichtigste Turnier meines Lebens“: Maxime Vachier-Lagrave lehrt die Favoriten das Fürchten. Bild: Picture-Alliance

Maxime Vachier-Lagrave trinkt womöglich zu viel und steht sich abseits des Schachbretts bisweilen selbst im Weg. Doch beim Kandidatenturnier lehrt er den Favoriten das Fürchten. Darf er den Weltmeister herausfordern?

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          Feiert Maxime Vachier-Lagrave zu viel? Ertränkt Frankreichs bester Schachspieler sein Talent? Dass der Weltranglistenfünfte ein Alkoholproblem habe, erzählt der jüngst erst aus dem Amt gewählte Präsident des französischen Schachverbands, Bachar Kouatly, jedenfalls gerne herum. Auch im Moment, da das im März 2020 bei Halbzeit unterbrochene WM-Kandidatenturnier an diesem Montag wiederaufgenommen (deutsche Kommentierung seit 13 Uhr) wird. Für Vachier-Lagrave ist es „das wichtigste Turnier meines Lebens“. Zusammen mit dem Russen Jan Nepomnjaschtschi liegt er in Führung und hat gute Chancen, Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen zu werden.

          Der rufschädigende Vorwurf kommt nicht von irgendwem: Großmeister Kouatly ist stellvertretender Präsident des Weltschachbundes und besitzt eines der einflussreichsten Schachmagazine der Welt. Als Vachier-Lagrave 1990 in einem Pariser Vorort zur Welt kam, organisierte Kouatly gerade in Lyon das WM-Duell Kasparow gegen Karpow, in dessen Folge Frankreich zur sportlich führenden Schachnation in Westeuropa aufstieg.

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