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NBA-Playoffs : Dallas und Nowitzki droht das frühe Aus

  • Aktualisiert am

Schon wieder verloren: Dirk Nowitzki und Dallas müssen nun kämpfen Bild: AP

Die Dallas Mavericks müssen ihre ganze Hoffnung in die Heimspiele setzen. In den NBA-Playoffs kassiert das Team von Dirk Nowitzki gegen Houston die zweite Niederlage. Und die Statistik macht nur wenig Hoffnung.

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          Dirk Nowitzki starrte nach dem nächsten Rückschlag in der Playoff-Serie gegen den Texas-Rivalen aus Houston einfach nur noch ins Leere. Mit einem Handtuch über den Schultern verfolgte Deutschlands Basketball-Superstar am Dienstag (Ortszeit) die letzten Szenen der 99:111-Niederlage bei den Rockets. „Wir haben offensiv nichts wirklich zustande gebracht“, sagte Nowitzki nach der Partie frustriert. Durch die zweite Pleite im zweiten Spiel stehen die Mavs in der Best-of-Seven-Serie bereits gewaltig unter Druck.

          Auch Nowitzki hatte einen gebrauchten Tag erwischt und kam auf für seine Verhältnisse mickrige zehn Punkte. „Ich bin heute einfach nicht in den Rhythmus gekommen, ich weiß auch nicht, warum. Ich hatte leider heute nicht den Touch“, sagte der Kapitän, der nur katastrophale drei von 14 Versuchen aus dem Feld traf.

          Bis zu Beginn des Schlussviertels sah es für den NBA-Champion von 2011 noch gut aus, die Gäste lagen sogar mit 84:81 in Front. Doch dann erlebte das Team von Trainer Rick Carlisle wieder einmal einen dramatischen Zusammenbruch. Ohne jegliche Aggressivität in der Defensive präsentierten sie den Hausherren den Erfolg quasi auf dem Silbertablett, was die Rockets um Star-Center Dwight Howard zu einem regelrechten Dunking-Festival nutzten. „Mensch, das war bei den beiden wie in ihrer Zeit als Teenager“, sagte Rockets-Star James Harden zu den Flugeinlagen von Josh Smith und Dwight Howard.

          „Wir hatten ein schwieriges viertes Viertel, wie schon so oft diese Saison“, monierte Nowitzki. Zu allem Überfluss haben die Mavs in dieser kritischen Saisonphase auch wieder eine hausgemachte Point-Guard-Diskussion. Der im Laufe der Hauptrunde mit großen Erwartungen nachverpflichtete Rajon Rondo blieb in Houston wieder einmal ein Schatten seiner selbst. Nicht einmal zehn Minuten ließ Carlisle seinen Aufbauspieler auf dem Parkett. „Mir hat es gefallen, wie die anderen Jungs gespielt haben. Deshalb habe ich ihn nicht mehr gebracht“, sagte der Dallas-Coach zu der brisanten Personalie lapidar.

          In Houston schwebten die Rockets über den Mavericks

          Rondo rauschte nach der abermaligen Demütigung wortlos davon. Längst gilt sein Abgang im Sommer als beschlossene Sache. Wie der 29-Jährige sein Team im dritten Spiel am Freitag (Ortszeit) wieder auf Kurs bringen soll, ist schleierhaft. Die Mavs liegen am Boden. „Wir haben einen Tiefschlag wie von Mayweather kassiert“, sagte Amar’e Stoudemire mit Blick auf den Profiboxer, der Anfang Mai in Las Vegas auf Manny Pacquiao trifft.

          Die Situation für Nowitzki und Dallas ist auch noch nicht aussichtslos. Mit dem Würzburger lagen die Texaner bislang siebenmal mit 0:2 in der K.o.-Runde zurück, zweimal konnten sie die Serie noch drehen. Zuletzt gelang dieser Kraftakt 2005 – beim 4:3-Erstrundensieg über den aktuellen Gegner Houston. In der NBA-Geschichte kamen allerdings 94 Prozent der Teams mit einer 2:0-Führung weiter. Ein Überblick über die Playoff-Duelle der Mavericks und Nowitzki mit einem 0:2-Rückstand:

          2001 im Achtelfinale gegen Utah Jazz, Endstand 3:2
          2001 im Viertelfinale gegen San Antonio Spurs, Endstand 1:4
          2004 im Achtelfinale gegen Sacramento Kings, Endstand 1:4
          2005 im Achtelfinale gegen Houston Rockets, Endstand 4:3
          2008 im Achtelfinale gegen New Orleans Hornets, Endstand 1:4
          2009 im Viertelfinale gegen Denver Nuggets, Endstand 1:4
          2012 im Achtelfinale gegen Oklahoma City Thunder, Endstand 0:4
          2015 im Achtelfinale gegen Houston Rockets, Endstand ?






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