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Dallas Mavericks : Das Spiel des neuen Nowitzki

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Unwiderstehlich: Basketballstar Dirk Nowitzki startet mit den Mavs in die Finalserie Bild: dapd

In der Nacht zum Mittwoch beginnt die Finalserie in der NBA: Dirk Nowitzki ist der unwiderstehliche Star der Dallas Mavericks. In der NBA-Finalserie gegen Miami könnte seine Loyalität zum Klub mit dem fehlenden Titel belohnt werden.

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          Vor einigen Wochen erschien in der „Dallas Morning News“ eine dieser Ehrbezeugungen, mit der die Zeitung gerne den besten Basketballspieler der Region feiert. Dies ist ein gutes Jahr für Elogen auf den Mann, der mit seinen 2,13 Metern nicht nur körperlich die Galerie der Profis des texanischen Profiklubs Dallas Mavericks überragt. Seit dreizehn Jahren gehören dem großen Blonden mit den riesigen Schuhen die größten Schlagzeilen in der Stadt. So wie die an diesem Tag: „Vertrauen in Dirk“. Das Vertrauen ist gegenseitig. „Das Beste ist, mit welch offenen Armen mich die Stadt aufnimmt“, erzählte Dirk Nowitzki in dem Artikel. Viel mehr wollte er nicht preis geben: „Sie wissen, dass ich es hasse, über mich selbst zu reden?“

          Macht nichts, denn seine Leistungen sprechen für sich. Sie sind für einen Athleten im Alter von mittlerweile fast 33 Jahren beeindruckend. Abend für Abend zeigt er, dass er wohl noch immer nicht angezapfte Reserven besitzt, die er sich in zehntausenden Trainings- und Spielsstunden angelegt hat. Ganz abgesehen von dem alten, unverbrauchten Instinkt des zielsicheren Kanoniers und, im Fall der Fälle, dem exzellenten Blick für den freistehenden Nebenmann. Kein Gegenspieler vermag Nowitzki wirkungsvoll zu decken oder gar auszuschalten, wie das früher noch manchmal möglich war.

          Seine Fertigkeiten auf dem Platz verblüffen denn auch viele amerikanische Sportjournalisten, die ihn einst gerne als „weich“ abgestempelt haben. An dem alten Nowitzki entdecken viele einen neuen Nowitzki - unwiderstehlich, brillant. Ein Kämpfer, der nicht aufgibt, was er mit Beginn der Play-off-Finalserie der National Basketball Association (NBA) in der Nacht zum Mittwoch gegen Miami Heat aufs Neue beweisen will.

          Nicht mehr zu weich: Nowitzki will Führungsqualität beweisen

          Einem Gentleman's Agreement sei Dank

          Gleich neben dem Nowitzki-Artikel fand sich ein Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press über einen anderen Basketballer, an dessen Namen man sich in Dallas immer wieder erinnert. Es handelte sich um eine Meldung über Robert „Tractor“ Traylor. Man hatte ihn in seiner Wohnung in Puerto Rico tot aufgefunden. In einem abgelegenen Teil des Basketball-Universums, wo er nach sieben unterdurchschnittlichen Jahren in einigen Klubs in der NBA und nach Abstechern in die Türkei, nach Italien und Mexiko gelandet war. Die Polizei vermutet Herzversagen als Todesursache. Er wurde nur 33 Jahre alt.

          Was man in Dallas weiß, ist, dass es zwischen Traylor und Nowitzki eine Verbindung gibt. Eine interessante Fußnote der Sportgeschichte, geschrieben im Frühsommer 1998, als Don Nelson, der damalige Chefmanager und Trainer der Mavericks, beim „Draft“ (dem Spielermarkt) der Nachwuchskräfte sicherstellen wollte, dass sein Klub die vertraglichen Rechte an dem deutschen Talent vom DJK Würzburg erhält. Er musste dafür mit den Milwaukee Bucks ein kompliziertes Gentlemen's Agreement für einen Spielertausch eingehen. Milwaukee wählte zunächst den für viele unbekannten Nowitzki, gab ihn aber eine Stunde später wie verabredet für den besagten Robert Traylor an Dallas ab.

          In einer Reihe mit Jordan, Johnson oder Abdul-Jabbar

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