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Dämpfer bei Handball-WM : „Das ist total enttäuschend“

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Hand vor das Gesicht: Deutschlands Handball-Trainer Henk Groener beim Spiel gegen Serbien Bild: AFP

Die deutschen Handballerinnen verpassen gegen Serbien vorerst ihr Mindestziel bei der WM in Japan. Trotzdem gibt es weiter die Chance auf Olympia – und es ist sogar noch mehr möglich.

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          Die deutschen Handballerinnen haben im zweiten WM-Hauptrundenspiel einen Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener unterlag dem EM-Elften Serbien am Montag 28:29 (17:19), darf trotz ihrer zweiten Niederlage im Turnierverlauf aber weiterhin auf den Halbfinal-Einzug sowie ein Ticket für ein Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hoffen.

          Shenia Minevskaja und Amelie Berger waren im umgebauten Aqua Dome in Kumamoto mit jeweils sechs Treffern die besten Werferinnen der DHB-Auswahl, die am Sonntag mit dem 25:23 gegen die Niederlande einen perfekten Start in die zweite Turnierphase hingelegt hatte. Mit einem Sieg im Hauptrundenfinale gegen Rekordeuropameister Norwegen am Mittwoch (12.30 Uhr/sportdeutschland.tv) wäre die Teilnahme am Qualiturnier sowie der Einzug in die Vorschlussrunde perfekt.

          Um bei einem Qualiturnier für Tokio 2020 dabei zu sein, muss Deutschland in Japan einen Platz unter den besten sieben Teams des Turniers erreichen. Mit 5:3 Punkten rutschte das DHB-Team in der Hauptrundengruppe I nach Abschluss des zweiten Spieltages auf den zweiten Platz. Tabellenführer ist Norwegen nach dem 36:25 (20:10) gegen Südkorea, die Niederlande fielen durch das 24:27 (9:14) gegen Dänemark auf den dritten Platz zurück.

          „Das ist total enttäuschend. Wir haben über 60 Minuten nicht gut in die Deckung gefunden“, sagte Kreisläuferin Julia Behnke. Auch Groener erkannte in der ersten Hälfte große Defizite im Deckungsspiel seines Teams und sprach von einer „bitteren“ Niederlage. „Wenn man nicht clever genug ist, holt man hier am Ende keine Punkte“, sagte der Niederländer.

          Das deutsche Team knüpfte gegen Serbien zunächst nicht an seine starken defensiven Leistungen der vergangenen Spiele an. Die Deckung war gerade über das Kreisspiel des Gegners anfällig, zudem erwischten weder Dinah Eckerle noch Stellvertreterin Isabell Roch im deutschen Tor eine gute erste Hälfte.

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          Das änderte sich nach der Pause, als nicht nur Eckerle besser ins Spiel fand. Die DHB-Frauen kamen vor allem bei Tempogegenstößen und über die Außenpositionen zum Erfolg. Ein Siebenmeter kurz vor Schluss entschied die Partie zugunsten der Serbinnen.

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