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Weltcup-Finale der Ruderer : Dämpfer für den Deutschland-Achter

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Wie auf dem Rotsee von Luzern ist es stets das Duell der Achter: Deutschland gegen Großbritannien Bild: dpa

Bei der WM-Generalprobe kommen die Seriensieger vom Kurs ab. Der Deutschland-Achter kassiert im Weltcup-Finale der Ruderer seine erste Endlauf-Niederlage seit Rio 2016.

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          Der Deutschland-Achter ist bei unruhigem Wasser und starkem Gegenwind vom Erfolgskurs abgekommen und hat erstmals seit drei Jahren ein wichtiges Rennen verloren. Im Endlauf des Weltcup-Finales auf der Willem-Alexander Baan von Rotterdam musste sich das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am Sonntag mit Rang zwei hinter Großbritannien begnügen. Im Ziel lag der Dauerrivale der vergangenen Jahre eine komfortable Bootslänge vorn. Die Niederlage brachte den Titelverteidiger um die Favoritenrolle für die WM in sechs Wochen. Steuermann Martin Sauer (Berlin) machte aus seinem Frust keinen Hehl: „Wir haben eine richtige Klatsche bekommen. An den entscheidenden Stellen war kein Saft da.“

          Nur bis zur 500-Meter-Marke führte die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) das Feld an. Doch ausgerechnet im normalerweise stärksten Streckenabschnitt der Deutschen auf den nächsten tausend Metern zogen die Briten vorbei und bauten ihren Vorsprung Schlag um Schlag aus. Team-Mitglied Johannes Weißenfeld (Herdecke) hofft auf eine lehrreiche Wirkung der Niederlage für die WM in Österreich: „Im Moment überwiegt die Enttäuschung. Aber dieses Ergebnis gibt auch Motivation für die kommenden Wochen.“

          Zeidler verpasst den Endlauf

          Dagegen nutzten Jonathan Rommelmann (Krefeld) und Jason Osborne (Mainz) im leichten Doppelzweier sowie der Frauen-Doppelvierer die WM-Generalprobe, um als Sieger Selbstvertrauen zu sammeln. Zudem sicherten sich der Männer-Doppelvierer als Zweiter und der Vierer ohne Steuermann als Dritter einen Podestplatz bei der Medaillenvergabe in den 14 olympischen Bootsklassen.

          Für Einer-Europameister Oliver Zeidler taugte die Regatta jedoch eher nicht als Mutmacher für die WM. Mangels Erfahrung musste der einstige Leistungsschwimmer, der erst vor drei Jahren mit dem Rudern begonnen hatte, den widrigen Wetterbedingungen Tribut zollen. In dem aufgrund starker Winde als Einzelzeitfahren ausgetragenen Vorlauf verpasste der 22-Jährige aus Ingolstadt als Zweiter den Endlauf. Der Sieg im C-Finale spendete nur bedingt Trost. „Durch die wechselnden Windbedingungen konnte man die Zeiten im Vorlauf überhaupt nicht vergleichen“, klagte Zeidler. Seine Vorbereitung in den kommenden Wochen soll das nicht stören: „Abhaken. Es geht weiter Richtung WM.“

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