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Infizierter deutscher Spieler : Das Virus erreicht auch die Handball-Nationalmannschaft

  • -Aktualisiert am

Jannik Kohlbacher ist der Kreisläufer der deutschen Nationalmannschaft. Bild: Picture-Alliance

Nationalspieler Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen wird positiv auf das Coronavirus getestet. Die Spieler der deutschen Handball-Mannschaft gehen in Quarantäne. Der Spieler selbst appelliert an die Öffentlichkeit.

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          Eigentlich hatte der erste Lehrgang mit dem neuen Bundestrainer Alfred Gislason im Zeichen des Kennenlernens stehen sollen. Ein bisschen trainieren, viel reden und am Ende das Länderspiel gegen die Niederlande in Magdeburg: Das war der Plan des Deutschen Handballbundes (DHB). Doch das, was vor zehn Tagen passierte, kommt einem inzwischen wie aus einer fernen Vergangenheit vor.

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          Seit Jannik Kohlbacher sich am Mittwoch via Instagram meldete und von seiner Ansteckung mit dem Coronavirus berichtete, ist das Virus also auch in der Nationalmannschaft angekommen. „Mir geht es super, ich bin topfit und fühle mich vollständig gesund“, schrieb der 24 Jahre alte Handballprofi der Rhein-Neckar Löwen. Kohlbacher war am Montag in einer Heidelberger Klinik getestet worden, das positive Ergebnis war seit Dienstagabend bekannt.

          Bei den Löwen hatte sich zuvor Mads Mensah Larsen infiziert. Dem dänischen Rückraumspieler geht es ebenfalls gut. Seit dem ersten positiven Befund haben sich alle Löwen-Profis in häusliche Quarantäne begeben. Inzwischen sind auch weitere Spieler positiv getestet worden, allerdings ohne grippeähnliche Symptome, teilten die Löwen mit.

          Kohlbacher appellierte

          Kohlbacher hatte mit dem deutschen Team und Bundestrainer Gislason einen Lehrgang in Aschersleben vom 9. bis 13. März absolviert. Wie der DHB am Mittwoch mitteilte, haben alle Nationalspieler deswegen inzwischen ihre zuständigen Gesundheitsbehörden informiert und halten sich in enger Absprache mit dem Nationalmannschafts-Arzt an die von den Behörden angeordneten Sicherheitsmaßnahmen.

          Allerdings sei nicht das ganze Nationalteam in Quarantäne. Die Sicherheitsmaßnahmen reichen von einer angeordneten häuslichen Quarantäne in Verbindung mit einem Corona-Test über eine empfohlene Quarantäne ohne Testung bis hin zum Verzicht auf weitere Regelungen. Kohlbacher appellierte unterdessen an die Öffentlichkeit, die Gefahren des Virus nicht zu unterschätzen: „Für die jüngere Generation mag es vielleicht harmlos sein, aber denkt bitte alle an eure Mitmenschen der älteren Generation oder an diejenigen, die körperlich aufgrund eventueller Vorerkrankungen nicht so leicht damit umgehen können.“

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