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Wirbel im Schwimmen : DSV will WM 2022

Volle Kraft voraus: Kanada fordert eine Verschiebung der Schwimm-WM. Bild: AP

Die Weltmeisterschaften im Schwimmen sollen erst 2022 stattfinden. Das zumindest bringt der Deutsche Schwimmverband ins Spiel – aus einem einfachen Grund. Und der DSV ist mit seiner Forderung nicht alleine.

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          Der Deutsche Schwimmverband wünscht eine Verlegung der Schwimm-Weltmeisterschaften 2021 um ein Jahr. Die Weltmeisterschaft, die in der japanischen Stadt Fukuoka ausgetragen werden soll, war ursprünglich von 16. Juli bis 1. August 2021 angesetzt. Angesichts der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio auf den Zeitraum von 23. Juli bis 8. August erscheint eine Verschiebung der WM unumgänglich. Zunächst hatte der kanadische Schwimmverband öffentlich eine Verlegung gefordert.

          „Zwei absolute Höhepunkte im Weltmaßstab in einem Jahr zu realisieren sehen wir als eine kaum zu bewältigende Herausforderung an“, teilte DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen auf F.A.Z.-Anfrage mit. „Neben den zusätzlichen Belastungsspitzen für die Athleten*innen müssen auch die weiteren ökonomischen Belastungen für die nationalen Verbände berücksichtigt werden, die den Bundeshaushalt weiter strapazieren würden. Zu bedenken ist auch, ob einer Weltmeisterschaft im Olympiajahr noch die angemessene Strahlkraft zukommt.“

          Der kanadische Leistungssportdirektor und Chefcoach John Atkinson wurde in einer Stellungnahme auf der Website des Verbands zitiert: „Wir fordern die Fina (den Internationalen Schwimm-Verband; d. Red.) auf, 2022 als beste Alternative für die Weltmeisterschaften zu wählen.“

          Die Fina um ihren 84 Jahre alten Präsidenten Julio César Maglione hatte nach der Verlegung der Olympischen Spiele angekündigt, man wolle „Sportler, Trainer, Nationalverbände, Fernsehpartner und Sponsoren konsultieren, um die bestmögliche Lösung zu finden“.

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