https://www.faz.net/-gtl-9xynq

Weißrusslands Präsident : „Hier gibt es keine Viren, ich sehe sie nicht herumfliegen“

  • Aktualisiert am

Begeisterte Eishockeyspieler: Aleksandr Lukaschenka (links) und Wladimir Putin, hier im Februar in Sotschi Bild: dpa

Aleksandr Lukaschenka glaubt nicht an die Verbreitung des Coronavirus. Statt Gegenmaßnahmen zu ergreifen, spielt er lieber Eishockey. Für sein Misstrauen hat Weißrusslands Präsident derweil eine kuriose Begründung.

          1 Min.

          Die Sportwelt ruht weitgehend wegen der Corona-Pandemie – doch Weißrusslands Präsident Aleksandr Lukaschenka zeigt sich davon völlig unbeeindruckt. In der Hauptstadt Minsk spielte er am Samstag demonstrativ Eishockey, wie die Staatsagentur Belta meldete.

          Die Gefahr einer Ansteckung redete er dabei klein: „Hier gibt es keinerlei Viren.“ Er habe nicht bemerkt, dass sie herumfliegen. „Das ist ein Kühlschrank. (...) Sport, besonders Eissport, ist die beste Antiviren-Medizin.“ Die Mannschaft des Präsidenten siegte bei dem Turnier. Auf Bildern war zu sehen, wie Zuschauer auf der Tribüne eng beieinander standen.

          In dem Land zwischen Russland und Polen pausiert auch der Fußball nicht. Der als „letzter Diktator Europas“ kritisierte Präsident sah zuletzt keinen Grund für „drakonische Maßnahmen“ gegen die hochansteckende Krankheit. „Mit dieser Psychose haben wir heute die Wirtschaft fast auf der ganzen Welt zum Stillstand gebracht“, meinte Lukaschenka am Freitag.

          In Belarus haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 85 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

          Weitere Themen

          Mercedes in Formel 1 weiter mit Bottas

          Kein Cockpit für Vettel : Mercedes in Formel 1 weiter mit Bottas

          Der Formel-1-Rennstall Mercedes hat den Finnen Valtteri Bottas für ein weiteres Jahr an sich gebunden. Damit steht auch fest, dass Sebastian Vettel nicht Teamkollege von Weltmeister Lewis Hamilton bei den Silberpfeilen wird.

          Topmeldungen

          Götterdämmerung? Markus Söder verlässt nach der letzten Sitzung des bayerischen Kabinetts vor der Sommerpause am 28. Juli die Staatskanzlei.

          Söders Höhenflug : Auf dem richtigen Kurs

          Noch vor einem Jahr war der bayerische Ministerpräsident Markus Söder vielen unheimlich. Jetzt sieht es ganz anders aus. Er hat einige richtige Entscheidungen getroffen.
          Am Donnerstag befasste sich der hessische Landtag mit der mutmaßlichen Korruptionsaffäre bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. (Archivbild)

          Oberstaatsanwalt im Verdacht : War der Korruptionsjäger selbst korrupt?

          Hessens Justizministerin reagiert auf die Korruptionsaffäre bei der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft. Der Leiter jener Stelle, die gegen Korruption im Gesundheitswesen kämpfte, soll „die Seiten gewechselt“ haben. Jetzt wird die Einheit aufgelöst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.