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Sport in der Krise : Die wirre Lage des Eishockeys

  • -Aktualisiert am

Der längste Sommer: Das deutsche Eishockey braucht einen Zeitplan, doch den kann es im Moment nicht geben. Bild: Imago

An diesem Freitag hätte für die deutsche Nationalmannschaft die Eishockey-WM begonnen. Stattdessen versuchen Verband und Klubs, sich auf eine ungewisse Zukunft einzustellen. Wie kann das gehen?

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          Die Vorbereitungen waren gemacht. Sie wussten, in welchem Hotel sie untergebracht sein würden, welche Trainingszeiten ihnen zugestanden hätten und welche Umkleidekabine in der Arena ihre gewesen wäre. An diesem Freitag um 16.20 Uhr hätte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft das WM-Programm in Lausanne eröffnet, als Gegner wartete Serien-Champion Kanada – doch die Pläne haben sich nicht umsetzen lassen, weil das Coronavirus auch den Titelkampf in der Schweiz verhinderte. Ende März wurde das Turnier abgesagt.

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          Marc Heinrich
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          Stefan Schaidnagel, Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), beschäftigt das Thema nach wie vor. Der 39-Jährige nennt es ein „komisches Gefühl“, dass eine Gelegenheit fehlt, sich im Wettstreit mit den besten Akteuren der Szene zu messen. In den vergangenen Jahren verbesserte sich die DEB-Auswahl auf den siebten Platz der Weltrangliste und schrieb mit Olympiasilber in Pyeongchang Geschichte. Da hätte sich Schaidnagel gern mit den Branchengrößen „fachlich ausgetauscht“, um zu erörtern, wie der zarte Aufwärtstrend hierzulande von der Konkurrenz bewertet wird. „Es gibt von mir die Verpflichtung an die Bundestrainer, sich weiterzubilden“, sagte Schaidnagel und organisierte auch eine Art Video-Coaching der DEB-Trainer mit Coaches aus anderen Sportarten; unter anderen mit Angelique Kerbers Trainer Dieter Kindlmann gab es einen Austausch.

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