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Comeback des Schwimmstars : Phelps unterliegt im Finale seinem Landsmann Lochte

  • Aktualisiert am

Michael Phelps bei seinem ersten Wettkampf nach einer fast zweijährigen Pause Bild: AP

Die Rückkehr des dreimaligen Olympiasiegers Michael Phelps endet mit einer Niederlage. Vor dem Finale sagte der Weltrekordler: „Der Spaß steht im Mittelpunkt.“

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          Schwimmstar Michael Phelps hat bei seinem Comeback die erste Niederlage hinnehmen müssen. Der amerikanische Rekord-Olympiasieger verlor am Donnerstag beim Grand-Prix-Meeting in Mesa/Arizona das Finale über die 100 Meter Schmetterling gegen seinen Landsmann Ryan Lochte. 628 Tage nach seinem letzten Start hatte der Weltrekordhalter und dreimalige Olympiasieger über diese Distanz mit 52,13 Sekunden zwei Zehntel Rückstand auf seinen Dauerrivalen. Lochte schwamm mit 51,93 Sekunden die zweitschnellste Zeit des Jahres.

          Im Vorfeld seiner langersehnten Rückkehr zeigte sich der Rekord-Olympiasieger entspannt, gut gelaunt und beantwortete die Fragen einer großen Medienschar zu seinem Comeback. „Ich habe eine Menge Spaß“, sagte der 28-Jährige immer wieder. Nach fast zwei Jahren Pause ist Phelps wieder zurück. Dabei hatte er nach seinem 18. Olympiasieg 2012 seinen Rücktritt erklärt und damals eine Rückkehr ins Wettkampfbecken ausgeschlossen.

          Dass der Amerikaner seine Meinung geändert hat, hat einen ganz einfachen Grund: Er vermisste den Sport, der so lange sein Leben bestimmt hatte. „Ich mache das, weil ich es will. Niemand zwingt mich dazu“, sagte er den Journalisten, die sich in einem Zelt hinter dem Freiluft-Pool in Mesa eingefunden hatten. Der Rekord-Olympiasieger habe sich die schwimmlose Zeit mit Reisen, Golf- und Pokerspielen vertrieben. Diese Beschäftigungen seien aber kein Ersatz für den sportlichen Wettkampf gewesen. „Dass ich jetzt wieder diese Mentalität der sportlichen Auseinandersetzung erleben kann, liebe ich besonders“, erklärte Phelps.

          Den Fragen nach einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wich der Superstar freilich aus. Er stellte klar, dass er geringe Erwartungen habe und zuerst ein Gefühl für den Wettkampf bekommen müsse. „Wenn ich nicht so erfolgreich werde wie früher, denkt ihr bestimmt, das würde meine Karriere beflecken“, sagte Phelps zu den Medienvertretern, „doch das ist eure Meinung. Natürlich habe ich auch sportliche Ziele, doch ich muss jetzt erst einmal in Form kommen.“ Phelps betonte zum wiederholten Male: „Ich habe Spaß daran, was ich tue und freue mich, wieder zurück im Schwimmbecken zu sein.“

          „Ich bin der Großvater“

          Das bestätigte auch sein Trainer Bob Bowman, der neben Phelps auf dem Podium saß: „Er lacht viel und hat mehr Spaß am Training als früher.“ Allerdings sei er „sowas von außer Form“ gewesen, als er mit dem Training begonnen habe, sagte Bowman unter dem Gelächter der Zuhörer. Phelps gab lächelnd zu, dass er stark an Gewicht zugenommen habe.

          Jetzt genieße er die „großartige Atmosphäre“ in seiner jungen Trainingsgruppe, die seinen Ehrgeiz anspornen würde. „Ich bin der Großvater dieser Gruppe“, sagte Phelps und fügte nicht ganz ernst gemeint hinzu: „Das ist das Schlimmste daran.“ Bei Bowman trainiert auch Frankreichs Olympiasieger über 200 Meter Freistil, Yannick Agnel.

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