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Aufstand im Sport : Colin Kaepernick, das Vorbild

Der amerikanische Footballspieler Colin Kaepernick hat sich von niemandem einschüchtern lassen. Bild: dpa

Colin Kaepernick hat mit seinem Kampf gegen Ungerechtigkeit etwas Großes angestoßen. Die nächste Sportler-Generation will noch viel mehr. Noch sehr viel mehr.

          6 Min.

          Als Satou Sabally lernte, dass sie schwarz ist, war sie in der ersten Klasse. Sie malte eine Frau und fragte, ob sie einen neuen Stift haben kann, Hautfarbe. Sie dachte, klar, an einen braunen Stift. Was denn sonst? Und fand es ziemlich komisch, dass der Stift, mit dem sie malen sollte, rosa war. Warum rosa?, fragte sie zu Hause ihre Mutter. Danach wusste sie es.

          Christopher Meltzer

          Sportkorrespondent in München.

          An diesen Schultag in Berlin erinnert sich Satou Sabally jetzt, mit 22 Jahren, noch ganz genau. Sie erzählt davon in einem Videointerview, zugeschaltet aus ihrer Wohnung in Dallas, Texas. Sie redet fast 45 Minuten, dann muss sie weiter, Training. Schon in wenigen Wochen soll Satou Sabally, die Tochter von einem Gambier und einer Deutschen, in der amerikanischen WNBA spielen, der weltbesten Liga für Frauenbasketball. Auf dem Weg zur Halle kommt sie jeden Tag vorbei an den Barrikaden, vorbei an den Steinhaufen. Die Wut der Menschen ist auch in Dallas nicht zu übersehen. Sie protestieren, weil ein weißer Polizist fast neun Minuten auf dem Hals eines Schwarzen kniete, der jetzt tot ist. Sie protestieren aber auch, weil der Buntstift für Hautfarbe rosa ist.

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