https://www.faz.net/-gtl-aghes

China vor Olympia : Eisiger Schrecken

  • -Aktualisiert am

Eishockey bei Olympia: Das Milliardenvolk schafft es nicht, zwei Dutzend Spieler zusammen zu bringen, die konkurrenzfähig sind. Bild: dpa

Beim olympischen Eishockey-Turnier in Peking drohen dem Team des Gastgebers furchtbare Prügel von den NHL-Stars. Da hilft wohl nur noch Chinas Ausschluss vom eigenen olympischen Event. Oder besser: seine Begnadigung.

          1 Min.

          Schreckliches droht in Chinas Eishockey. Nur noch vier Monate sind es bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking, doch das Milliardenvolk schafft es nicht, 20 Spieler zusammenzubringen, die sich beim dortigen Turnier sehen lassen könnten.

          Auch die zuletzt in Südkorea bewährte Einbürgerungsstrategie hat nicht funktioniert. Man sollte es sich ja auch gut überlegen, bevor man Chinese wird. Dem Weltverband schwant inzwischen, dass der ganze schöne Plan, durch die Winterspiele Hunderte Millionen neue Eishockey-Fans zu kreieren, ins Rutschen kommen könnte.

          Denn China, als Gastgeber automatisch startberechtigt, träfe schon in den Gruppenspielen auf die Cracks aus Kanada, den Vereinigten Staaten und Deutschland. Und ja, die nordamerikanische NHL lässt ihre internationalen Profis mitspielen, die Besten der Welt, um in China Eindruck zu machen.

          Und das werden sie auch. Experten schätzen, dass ein Match zwischen Kanada und China leicht auch mal in eine 100:0-Verprügelung ausarten könnte. Was also tun? Da hilft wohl nur noch Chinas Ausschluss vom eigenen olympischen Turnier. Oder besser: seine Begnadigung.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Weitere Themen

          WTA setzt Turniere in China aus Video-Seite öffnen

          Peng Shuai : WTA setzt Turniere in China aus

          Die ehemalige Doppel-Weltranglistenerste hatte einem führenden chinesischen Funktionär sexuelle Nötigung vorgeworfen. Nachdem sie drei Wochen als verschwunden galt, taucht sie latu Videos staatlicher Medien wieder auf Veranstaltungen auf.

          Topmeldungen

          Karl Lauterbach (SPD), designierter Bundesminister für Gesundheit

          Künftiger Gesundheitsminister : Lauterbachs Fehler

          Karl Lauterbach ist qualifiziert für das Amt des Gesundheitsministers, doch seine Kompetenz könnte ihm in der Pandemiezeit im Wege stehen – denn ein Minister muss delegieren, also loslassen können.