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Magdeburg scheitert am Torwart : Ein Freund zum Fürchten

  • -Aktualisiert am

Lässt seine alten Magdeburger Mitspieler verzweifeln: Torwart Jannick Green Krejberg von Paris Saint-Germain Bild: dpa

Im Sommer ist der SC Magdeburg mit Jannick Green Handballmeister geworden. Mit Paris St. Germain fügt der Torhüter nun seinem alten Team eine herbe Niederlage zu.

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          Der Mann im gelben Trikot hielt wie der Teufel. Soweit nicht ungewohnt in Magdeburg. Nur spielt Jannick Green inzwischen für Paris St. Germain. Nach acht Jahren hatte der 33 Jahre alte Däne den SC Magdeburg im Sommer verlassen – schweren Herzens, wie sein langjähriger Trainer Bennet Wiegert erzählte: Wohnungssuche, Ämtergang, Schulbesuch der Kinder, das ist in Paris etwas komplizierter als in Magdeburg, wo der Verein den Spielern und ihren Familien ein Rundum-sorglos-Paket schnürt.

          Green wagte den Schritt trotzdem. Bei seiner Rückkehr nach Sachsen-Anhalt begrüßte er am Mittwochabend viele Freunde, geht der SCM doch ansonsten weitgehend unverändert in diese Handballsaison 2022/23.

          Allerdings hatten sich die 6000 Fans in der gut besuchten Getec-Arena das Wiedersehen mit ihrem Liebling anders vorgestellt. Beim 22:29 am dritten Spieltag der Champions League lag der SCM schon zur Pause aussichtslos zurück – 10:18. Green wehrte Würfe aus allen Positionen ab, Paris lief Gegenstöße und zog Magdeburg mit einer offensiven Deckung den Zahn. Die langen, kräftigen Verteidiger Kamil Syprzak und Luka Karabatic rückten auf Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson heraus und nahmen ihnen die Wirkung.

          „Es ist uns überhaupt nicht gelungen, mutig zu spielen“, klagte Nationalspieler Philipp Weber, „wir haben den Kopf verloren und das schlechteste Spiel dieser Mannschaft gezeigt.“ Diese hohe Niederlage überraschte auch deswegen, weil die Franzosen noch am Sonntag hoch in Toulouse verloren hatten und auch in der Champions League schon Veszprem unterlegen waren, während Magdeburg mit zwei Siegen in die Kampagne gestartet war.

          Trainer Bennet Wiegert: Vergeblich die Torhüter ein- und ausgewechselt
          Trainer Bennet Wiegert: Vergeblich die Torhüter ein- und ausgewechselt : Bild: dpa

          Zum ersten Mal in dieser Saison erlebten die Magdeburger, dass Greens Abgang ein schmerzlicher sein könnte. Zum einen war der gut gelaunte Däne im traditionell gelben Spieltrikot sehr beliebt und wichtig für die Team-Balance. Zum anderen hielt er über die Jahre immer ein gutes bis sehr gutes Niveau. Das muss Nikola Portner erst nachweisen. Der 28 Jahre alte Schweizer war im Trikot von Chambery Savoie HB zwar bester Torwart der französischen Liga, doch sind die Erwartungen an ihn beim deutschen Meister höhere als beim dortigen Mittelklasseklub.

          Am Mittwoch wechselte Trainer Wiegert zwischen ihm und Mike Jensen im Tor hin- und her, ohne dass es bedeutend besser wurde. Am Samstagabend spielt Wiegerts Team bei der SG Flensburg-Handewitt. Vielleicht vermissen die Fans den Mann im gelben Trikot dann schon etwas weniger.

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