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Bora-Coup beim Giro d’Italia : „Ich bin sehr glücklich, ich freue mich riesig“

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Der Lohn für die Mühen: Cesare Benedetti gewinnt die zwölfte Etappe beim Giro d’Italia. Bild: AP

Dem deutschen Team Bora-hansgrohe gelingt beim Giro d’Italia die nächste Überraschung. Nach zwei Erfolgen durch Sprintstar Pascal Ackermann gewinnt ein Teamkollege die erste schwere Bergetappe.

          Das deutsche Team Bora-hansgrohe schwimmt beim 102. Giro d'Italia weiter auf einer Erfolgswelle. Nach zwei Erfolgen durch Sprintstar Pascal Ackermann (Kandel) gewann Teamkollege Cesare Benedetti als Ausreißer die 158 Kilometer lange zwölfte Etappe von Cuneo nach Pinerolo. Der Italiener setzte sich auf der ersten schweren Bergetappe im Zielsprint einer siebenköpfigen Gruppe vor seinem Landsmann Damiano Caruso (Bahrain-Merida) und dem Iren Eddie Dunbar (Ineos) durch.

          „Ich bin wirklich sehr glücklich, ich freue mich riesig“, erklärte Benedetti nach dem 24. Saisonsieg für das Team Bora-hansgrohe: „Die Mannschaft funktioniert wunderbar, auch bei Pascal für die Sprints.“ Ackermann fuhr während der Siegerehrung durchs Ziel und umarmte anschließend seinen Teamkollegen, selbst dick bandagiert an Armen und Beinen nach seinem Sturz vom Dienstag.

          In der Gesamtwertung musste der Italiener Valerio Conti (UAE Team Emirates) das Rosa Trikot an seinen Teamkollegen Jan Polanc abgeben. „Dass ich heute in die Ausreißergruppe gehe, war eine Teamtaktik, um eine bessere Kontrolle über das Rennen zu haben. So wollten wir das Maglia Rosa im Team behalten“, erklärte Polanc nach der Zieldurchfahrt. Der Slowene fuhr mit der Spitzengruppe als Sechster ins Ziel und führt nun mit einem Vorsprung von 4:07 Minuten vor seinem Landsmann Primoz Roglic (Jumbo-Visma) und 4:51 Minuten vor Conti.

          Topfavorit Roglic wurde 30 Kilometer vor dem Ziel am ersten Anstieg der ersten Kategorie beim diesjährigen Giro ordentlich unter Druck gesetzt. Eine Attacke der direkten Konkurrenten Miguel Angel Lopez (Kolumbien/Astana) und Mikel Landa (Spanien/Movistar) konnte der früh von seinen Teamkollegen isolierte 29-Jährige nicht parieren, rollte auf der Abfahrt und dem Flachstück zum Ziel mit den weiteren Topfavoriten aber wieder bis auf 30 Sekunden an das Duo heran und hielt somit den Schaden in Grenzen.

          Zuvor hatte sich eine 25-köpfige Ausreißergruppe um die Deutschen Jasha Sütterlin (Freiburg/Movistar), Roger Kluge (Eisenhüttenstadt/Lotto-Soudal) und Christian Knees (Bonn/Team Ineos) früh abgesetzt und sich zeitweise einen Vorsprung von 15:30 Minuten erarbeitet. An der neun Kilometer langen Steigung nach Monteroso mit im Schnitt neun Prozent Steigung fiel die Spitzengruppe bis auf sieben Fahrer auseinander. Im Zielsprint hatte Benedetti schließlich die besten Beine.

          Am Freitag müssen die Favoriten auf den Gesamtsieg endgültig die Karten auf den Tisch legen. Auf dem 198 Kilometer langen Teilstück von Pinerolo nach Ceresole Reale steht am Stausee Lagu Serru auf über 2000 Metern die erste Bergankunft auf dem Programm. Die Italien-Rundfahrt endet am 2. Juni nach 3578,8 Kilometer in Verona.

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