https://www.faz.net/-gtl-a9c3r

„Ich hatte Gänsehaut“ : Golf-Kraftprotz gelingt Kunstschlag über einen See

  • Aktualisiert am

„Oh Mann, ich habe mich wieder wie ein Kind gefühlt“: Bryson DeChambeau Bild: AFP

Bryson DeChambeau ist bekannt für seine muskulöse Figur und die weiten Schläge. Nun gelingt ihm ein Kunststück. Sein Ball nimmt nicht den vorgesehenen Weg, sondern fliegt mitten über einen See.

          2 Min.

          Bryson DeChambeau riss die Arme in die Luft und die zugelassenen Fans im Bay Hill Club & Lodge jubelten, als hätte der 27 Jahre alte Golfstar aus den Vereinigten Staaten gerade das berühmte Masters-Turnier gewonnen. Dabei war es nur der Abschlag auf der sechsten Spielbahn am dritten Tag des PGA-Tour-Turniers in Orlando – aber kein gewöhnlicher. Der Golf-„Hulk“ DeChambeau hatte wieder zugeschlagen.

          Der amerikanische Kraftprotz schlug den Ball am Samstag bei der Arnold Palmer Invitational auf dem Par-5-Loch mal eben direkt Richtung Fahne und 370 Yards (knapp 340 Meter) über ein Wasserhindernis. Die Bahn ist eigentlich 531 Yards lang und verläuft in der Form eines Hufeisens – mit dem See in der Mitte. Das Video des Kunstschlages wurde in den sozialen Netzwerken schon millionenfach abgerufen.

          „Ich hatte Gänsehaut“

          „Oh Mann, ich habe mich wieder wie ein Kind gefühlt. Es war fast so, als würde man ein Turnier gewinnen. Ich hatte Gänsehaut, als ich sah, dass es keinen Spritzer gab“, sagte DeChambeau, der das Turnier am Ende sogar gewann. Als einziger deutscher Golfer bei der mit 9,3 Millionen US-Dollar dotierten Veranstaltung in Florida war Amateurspieler Matthias Schmid am Start. Er scheiterte nach zwei Runden mit jeweils 76 Schlägen am Cut.

          Als erster Golf-Profi der Saison gewann DeChambeau damit schon sein zweites Turnier. Der Amerikaner war nach der Schlussrunde am Sonntag einen Schlag besser als der Brite Lee Westwood. DeChambeau spielte am Schlusstag eine 71er-Runde und brauchte insgesamt 277 Schläge. Er hatte im September die US Open gewonnen, insgesamt war der Erfolg in Florida der neunte Turniersieg seiner Karriere.

          DeChambeau hatte im vergangenen Jahr über 20 Kilogramm an Muskelmasse zugenommen und nach eigenen Angaben im Oktober 2020 zum ersten Mal einen Golfball im Training über die 400-Yards-Marke geprügelt. Die Figur des amtierenden US-Open-Champions erinnert stark an den grünen Comic-Helden „Hulk“ mit den überdimensionalen Muskelpaketen.

          Der australische Golfprofi Andrew Martin sicherte sich derweil dank der Einstellung zweier Weltrekorde den Sieg bei der Players Series in Sydney. Dem 36-Jährigen gelangen am Schlusstag des Turniers der Australasia-Tour vier Eagle auf einer Runde. Dieses Kunststück war auf den großen Golf-Touren zuvor nur fünf Spielern geglückt: Gordon Brand Jnr (1986), Willie Wood (1990), Scott McCarron (1995), Mikko Ilonen (2003) und Li Haotong (2019).

          Martin war mit acht Schlägen Rückstand auf die letzten 18 Löcher gegangen. Auf den ersten neun blieb er dann an vier Löchern zwei Schläge unter Par, sogar an dreien in Serie. Drei Eagle nacheinander hatte bislang nur der Finne Toni Hakula 2019 geschafft. Martin kam nach 61 Schlägen als Sieger ins Klubhaus. „Zehn Schläge unter Par sind für mich hart zu begreifen“, sagte der Australier.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der US-Sondergesandte für Klimaschutz, John Kerry, mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas in Berlin.

          US-Sondergesandter in Berlin : John Kerry lobt die deutsche Klimapolitik

          Der ehemalige Außenminister zeigt sich beeindruckt, wie schnell die Bundesregierung dem Verfassungsgericht gefolgt ist. Und er appelliert: Um die Erderwärmung aufzuhalten, müsse „Glasgow“ dringend ein Erfolg werden.
          Marokkanische Migranten am 18. Mai bei der Ankunft in Ceuta

          Migration aus Marokko : Ansturm auf Ceuta

          Tausende Menschen sind innerhalb eines Tages in die spanische Exklave Ceuta geströmt. Die politische Botschaft aus Rabat: Ohne Marokko lässt sich der Kampf gegen die illegale Migration nach Europa nicht gewinnen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.