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Basketball-Star Wanamaker : „Der beste Basketballer, der je in Deutschland spielte“

In der Bundesliga hat Wanamaker einen der am höchsten dotierten Verträge. Nur der Münchner Center John Bryant steht in der Gehaltsrangliste mit dem vermutlich einzigen siebenstelligen Gehalt in der Liga über ihm. Wanamakers Einkommen bewegt sich im sechsstelligen Bereich. Mit einem Wechsel nach Griechenland, Italien oder in die Türkei hätte er es schon in der vergangenen Spielzeit verdoppeln oder verdreifachen können. Doch Wanamaker lehnte ab.

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„Geld spielt schon eine Rolle. Aber eben nicht die entscheidende. Ich lege Wert auf andere Dinge. Auf meine Familie. Und auch das Glücklichsein. Als ich von Amerika nach Europa kam, war eine meiner Schlüsselfragen: Wo kann meine Familie glücklich sein? Wenn es meiner Familie gutgeht, dann geht es auch mir gut. Geld ist nichts, hinter dem ich herjagen würde. Ich jage nach dem Basketball. Ich liebe dieses Spiel, es ist eben nicht nur ein Job. Natürlich will ich immer in einem guten Team und für einen guten Klub spielen. Das Geld kommt, wenn du gut spielst. Und außerdem fühlt sich Bamberg inzwischen schon ein bisschen wie unser Zuhause an. Ob ich noch ein weiteres Jahr hierbleibe, bin ich schon letzte Saison so oft gefragt worden. Jetzt will ich zuerst einmal diese zu Ende spielen und dann entscheiden. Aber: Wer weiß? Ich mag es schon sehr, hier zu leben. Ich habe immer noch eine Option auf die nächste Saison hier. Mal sehen, was passiert. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht ...“

Wanamaker spricht, wie er spielt. Mit dunkler, ruhiger Stimme, flotte Wortfolgen, bei denen das Wort „wir“ oft, das Wort „ich“ sehr selten vorkommt. Was er sagt, klingt manchmal nach Floskeln, wie er es sagt, wirkt authentisch.

„Wir sind eine hungrige Mannschaft, wir wollen immer besser werden. Und wir wissen, dass der beste Weg, sich zu verbessern, immer der ist, den man gemeinsam geht. Wir haben ein großartiges Trainerteam. Mein Anteil am Erfolg ist sehr gering. Jeder aus dem Team hat einen kleinen Anteil an unserem Erfolg. Wir sind alle sehr selbstlos. Jeder steckt bei seinen persönlichen Zielen zurück und gibt alles für das Team. Es sind Spieler dabei, die könnten locker in jedem Spiel 15 bis 20 Punkte erzielen. Aber sie tun es nicht, weil sie andere Aufgaben haben. Uns geht es darum, den Ball gut zu bewegen, wir haben eine tiefe Rotation – und alle sind glücklich damit.“

Auf dem Feld kann Wanamaker alles, spielt beeindruckend präzise Pässe, greift sich Rebounds, setzt seine Gegner in der Verteidigung unter Druck, schnappt ihnen den Ball weg, punktet mit entnervender Zuverlässigkeit und erzielt spektakuläre Körbe aus großer Distanz. Es gibt aber etwas, was für ihn weit über dem perfekten Wurf steht:

„Der perfekte Assist – auf jeden Fall. Ein perfekter Assist für einen leicht erzielten Korb, das gibt der Mannschaft Selbstvertrauen.“

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