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Galopprennsport während Corona : Boxen auf am Donnerstag

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Ohne Gedränge? Der Galopprennsport darf unter Auflagen wieder loslegen. Bild: dpa

Die Pferde dürfen wieder galoppieren: Der Rennbetrieb wird am Donnerstag in Hannover wieder aufgenommen. Dank einer spektakulären Aktion wird in den ersten Wochen garantiert über eine Million Euro auf Sieg gewettet.

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          Eine modifizierte Saalwette des ZDF-Klassikers „Wetten, dass ...?!?“ hilft dem Galopprennsport mit über 1,2 Millionen Euro auf die Sprünge, und nach 60 Tagen Corona-Zwangspause öffnen sich am Donnerstag in Hannover wieder die Boxen. „Wir sind erleichtert und Behörden wie Rennverein dankbar, dass die Menschen in den Rennsport-Betrieben nun wieder ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können“, sagte Michael Vesper.

          Der Präsident des Dachverbandes Deutscher Galopp freut sich zudem über eine enorme Anschubfinanzierung. Die dem Rennsport eng verbundenen Christian Sundermann, Lars-Wilhelm Baumgarten und Guido Schmitt hatten gewettet, dass sie 100 Leute zusammen bekommen, die in den ersten 227 Rennen nach dem Neustart jeweils 50 Euro auf Sieg setzen. Nach nur einer Woche wurde das Ziel erreicht, der ehemalige Fußball-Profi und Pferdeliebhaber Klaus Allofs machte die 100 voll. Inzwischen sind schon 112 Personen oder Tippgemeinschaften dabei.

          Der Geldregen tut der kriselnden Sportart gut. „Wir sind begeistert. Chapeau und ganz herzlichen Dank den drei Initiatoren und allen, die sich zum Mitmachen entschlossen haben. Wir wissen das sehr zu schätzen“, sagte Geschäftsführer Jan Pommer.

          Chance in der Krise

          Denn trotz des Neustarts mit zwölf Rennen auf der Neuen Bult in Hannover stecken die Rennvereine in schwierigen Zeiten. Die fehlenden Zuschauereinnahmen an den Geisterrenntagen reißen ein Loch in die ohnehin nicht prall gefüllten Kassen, zudem gestaltet sich die Sponsorensuche in der Coronakrise schwierig. Die Rennpreise wurden als Konsequenz halbiert.

          Dennoch besteht in dem schon zweimal verschobenen Neustart auch eine Chance. Der Sportwettenmarkt liegt derzeit brach, das wird sich bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga auch nicht ändern. Daher hofft der Dachverband auf gute Umsätze, der nächste Renntag findet bereits am Freitag in Köln statt.

          Dafür hat der Verband ein umfangreiches Hygiene- und Abstandskonzept entworfen, das von den Behörden als „sachgerecht“ eingestuft wurde. Durch das Konzept sei laut dem Dachverband sichergestellt, „dass - ohne Infektionsrisiko - die Berufsausübung im Rahmen der Zuchtleistungsprüfungen der Vollblutzucht unter Berücksichtigung aller behördlichen Vorgaben und unter Ausschluss von Zuschauern wiederaufgenommen werden kann“.

          Auf den Rennbahnen werden nur Personen sein, die für die Durchführung der Rennen notwendig sind. So sind zum Beispiel die Besitzer der Pferde nicht zugelassen. Auch die Aufenthaltszeiten werden auf das Notwendigste reduziert. Zudem muss jede anwesende Person einen Gesichtsschutz tragen, dies gilt auch für die Jockeys bei den Rennen.

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