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Box-Champion Deontay Wilder : „Du bist einer der Besten, ich liebe dich“

  • -Aktualisiert am

Der Boxer mit der goldenen Maske: Deontay Wilder mag den besonderen Auftritt im Boxring. Bild: AFP

Selbstlose Bescheidenheit wird nie das Markenzeichen von Boxer Deontay Wilder. Er ist ein überzeugter Narzisst, der beim „Trash Talk“ immer wieder verbal ausrutscht. Nun spuckt der Champion aber erstaunliche Töne.

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          Als es vorbei war, mochte Luis Ortiz nicht aufhören, mit dem Lauf der Dinge zu hadern. Er schüttelte bereits den Kopf, als er nach dem fulminanten Niederschlag wieder auf die Beine kam; schüttelte den Kopf, während Ringrichter Kenny Bayless den Arm seines siegreichen Gegners hob, womit er zum Nebendarsteller wurde; und schüttelte ihn auch noch beim ersten TV-Interview im Ring. Das ist im Profiboxen jener Moment, wo man sich beim Verlierer danach erkundigt, welche Optionen ihm nun noch blieben – was bei einem 40 Jahre alten Berufsboxer nach 33 Kämpfen im Schwergewicht (31 Siege, zwei Niederlagen) tatsächlich einigen Sinn ergibt.

          Der in Florida trainierte Kubaner sinnierte in der Nacht auf Sonntag aber nur über das Ende seiner jüngsten Vorstellung. Sechs Runden plus zwei Minuten und 50 Sekunden lang hatte er den WBC-Weltmeister Deontay Wilder im Ring der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas praktisch in jeder Hinsicht dominiert. War die treibende Kraft, die von der Ringmitte aus wuchtige Eins-Zwei-Kombinationen ins Ziel brachte und darauf achtete, nicht selbst Wirkungstreffer zu kassieren. Dann schob er die linke Hand, mit der er alle gegnerischen Attacken bis dato schulbuchmäßig entschärft hatte, einmal zu spät vor seinen Kopf – und wurde im gleichen Augenblick ausgeknockt.

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